
Der Rat der EU hat am 25. Februar eine Einladung zur Sitzung der Visa-Arbeitsgruppe (Gemischter Ausschuss) am 3. März im Justus-Lipsius-Gebäude in Brüssel veröffentlicht. Laut vorläufiger Tagesordnung wird die Europäische Kommission ihre erste „EU-Visapolitik-Strategie“ vorstellen und die Delegierten zu zwei sensiblen Themen informieren: einem Rahmenabkommen mit den USA über Sicherheitsüberprüfungsdaten sowie einer möglichen Aktivierung des Visasuspendierungsmechanismus gegen Georgien aufgrund von Bedenken hinsichtlich irregulärer Migration. Obwohl die Sitzung überwiegend prozedural ist, ist die Einladung für belgische Akteure von Bedeutung, da Belgien derzeit jährlich rund 40.000 Kurzzeitvisa für Georgier ausstellt – viele davon im Zusammenhang mit saisonaler Landwirtschaft und Logistik. Eine Aussetzung würde diese Reisenden zwingen, reguläre C-Visa zu beantragen, was die Bearbeitungszeiten verlängert und die Arbeitskosten für belgische Arbeitgeber erhöhen könnte. Die Tagesordnung erwähnt zudem Fortschritte bei einem Visafazilitätsabkommen mit Kasachstan und legt das Format für künftige Diskussionen (1 + 2-Konfiguration) fest. Unternehmen, die Personal aus Zentralasien oder dem Kaukasus verlagern, sollten die Protokolle der März-Sitzung aufmerksam verfolgen, da sich daraus politische Änderungen ergeben könnten, die die Einstellungspläne für 2026 beeinflussen. Abschließend bestätigt der Rat, dass alle Mitgliedstaaten bis 2028 auf eine 100 % digitale Visabearbeitung umstellen müssen – eine wichtige Information für Personal- und Global-Mobility-Manager bei der Budgetplanung für Compliance-Systeme und interne Abläufe.
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