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Großbritannien stellt vollständig auf digitalen Einwanderungsstatus um: eVisas ersetzen alle physischen Dokumente

Feb. 26, 2026
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Großbritannien stellt vollständig auf digitalen Einwanderungsstatus um: eVisas ersetzen alle physischen Dokumente
Das Vereinigte Königreich hat am 25. Februar 2026 um 00:01 Uhr GMT einen entscheidenden Meilenstein in seinem Programm zur Modernisierung der Grenzkontrollen erreicht: UK Visas & Immigration (UKVI) stellt keine physischen Visasticker, biometrischen Aufenthaltstitel (BRPs) und Passvermerke mehr aus. Ab sofort existiert jede neue Einwanderungserlaubnis – sei es ein Kurzaufenthaltsvisum, eine Genehmigung für Fachkräfte oder ein Berechtigungszertifikat – ausschließlich als elektronisches Visum (eVisa), das im UKVI-Konto des Inhabers gespeichert und mit dem bei der Einreise vorgelegten Reisepass verknüpft ist.

Obwohl der digitale Status seit 2018 schrittweise eingeführt wurde, bedeutet die offizielle Umstellung, dass Fluggesellschaften und Arbeitgeber sich nicht mehr auf Papierdokumente verlassen können, um die Rechte eines Reisenden zu bestätigen. Airlines prüfen den Status der Passagiere nun automatisiert über „Reisegenehmigungs“-Abfragen in den Datenbanken des Innenministeriums beim Check-in. Reisende ohne passendes eVisa wird das Boarding verweigert, und Fluggesellschaften, die unzureichend dokumentierte Passagiere befördern, drohen Geldstrafen von bis zu 10.000 Pfund pro Person.

Großbritannien stellt vollständig auf digitalen Einwanderungsstatus um: eVisas ersetzen alle physischen Dokumente


Diese Neuerung verspricht schnellere Abläufe und erhöhte Sicherheit, verlagert aber auch die Verantwortung auf die Reisenden und die einladenden Arbeitgeber. Wer vor dem Stichtag eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hat, muss ein UKVI-Konto anlegen und sein eVisa „beanspruchen“, bevor er einen neuen Reisepass beantragt oder ins Vereinigte Königreich zurückkehrt. Arbeitgeber sollten ihre Verfahren zur Überprüfung der Arbeitsberechtigung anpassen: Ein aus dem Mitarbeiterkonto generierter Freigabecode ersetzt nun die Fotokopie des BRP.

Das Innenministerium gibt an, dass bereits über zehn Millionen Menschen ein eVisa besitzen und dass die „papierlosen Grenzen“ in den nächsten zehn Jahren Einsparungen von 860 Millionen Pfund bringen werden – vor allem durch geringere Dokumentationskosten und Betrugsprävention. Wirtschaftsverbände begrüßen die Umstellung grundsätzlich, fordern jedoch Verbesserungen bei der Nutzerfreundlichkeit, nachdem es erste Berichte über Probleme bei der Kontoerstellung gab.

Für Manager im Bereich globale Mobilität lautet die klare Botschaft: Überprüfen Sie Ihre reisenden Mitarbeiter, stellen Sie sicher, dass alle ihr UKVI-Konto aktiviert haben, und integrieren Sie digitale Statusprüfungen in Ihre Reisevorbereitungen – besonders bei kurzfristigen Entsendungen, bei denen möglicherweise noch alte Visasticker als gültig angesehen werden.

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