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Großbritannien führt digitale Reisegenehmigung ein: ETA wird Pflicht

Feb. 25, 2026
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Großbritannien führt digitale Reisegenehmigung ein: ETA wird Pflicht
Das britische Innenministerium hat am 25. Februar 2026 um 00:01 Uhr offiziell sein elektronisches Reisegenehmigungssystem (ETA) eingeführt und am Vorabend (24. Februar) die entsprechende Bekanntmachung „UK führt digitale Reiseerlaubnis ein“ veröffentlicht. Alle visumfreien Staatsangehörigen aus 85 Ländern – darunter die USA, Kanada, Frankreich, Singapur und Japan – müssen nun vor dem Boarding bei Fluggesellschaften, Fährbetreibern oder Bahnunternehmen eine genehmigte ETA im Wert von 16 £, ein eVisum oder einen anderen digitalen Status vorweisen. Britische und irische Staatsbürger sind weiterhin ausgenommen, doch Doppelstaatsbürger mit britischem Pass müssen entweder einen gültigen britischen Reisepass oder ein Certificate of Entitlement (CoE) vorlegen, das ihr Aufenthaltsrecht nachweist.

Migrationsminister Mike Tapp bezeichnete diesen Schritt als „entscheidend“ für die Modernisierung und Sicherheit der Grenzen und wies darauf hin, dass seit Beginn der Pilotphase im Oktober 2023 bereits über 19 Millionen ETAs ausgestellt wurden. Die Regierung betont, dass das System die britischen Anforderungen an vergleichbare Programme wie das US-ESTA und das kommende EU-ETIAS angleicht. Die Einnahmen aus den ETAs – bisher über 383 Millionen Pfund – fließen in die Digitalisierung der Grenzkontrollen.

Großbritannien führt digitale Reisegenehmigung ein: ETA wird Pflicht


Für Arbeitgeber und Reiseverantwortliche gilt die Änderung sofort: Mitarbeiter, die ab dem 25. Februar ohne ETA reisen, riskieren verweigertes Boarding, verpasste Termine und zusätzliche Kosten. Unternehmen werden dringend aufgefordert, bevorstehende Reisen von häufig reisenden Mitarbeitern aus visumfreien Ländern zu überprüfen, Ablaufdaten der Reisepässe zu kontrollieren (da die ETA elektronisch verknüpft ist) und Reisende auf die vom Innenministerium empfohlene dreitägige Bearbeitungszeit hinzuweisen. Fluggesellschaften haben die ETA-Prüfungen in ihre Abflugkontrollsysteme (DCS) integriert; Betreiber, die irrtümlich Boarding erlauben, müssen mit Strafen rechnen und die Passagiere zurückführen.

Die Bekanntmachung bestätigt zudem den nächsten digitalen Meilenstein: Ab dem 26. Februar werden CoEs in elektronischer Form ausgegeben, wodurch die Vignette bei jedem Passwechsel entfällt. Zusammen mit dem Auslaufen der physischen Visasticker bis Ende 2026 deutet die Politik auf eine vollständig kontaktlose britische Grenzkontrolle innerhalb von vier Jahren hin. Migrationsberater empfehlen Unternehmen, ihre Mitarbeiter auf eine Zukunft vorzubereiten, in der physische BRP-Karten verschwinden und der Status ausschließlich über UKVI-Onlinekonten nachgewiesen wird.

Praktisch sollten Reisende die UK ETA-App (iOS/Android) herunterladen, biometrische Reisepässe bereithalten und ihre Anträge frühzeitig vor Abreise stellen, insbesondere in der Anfangsphase, wenn mit Bearbeitungsspitzen zu rechnen ist. Wer sich nicht anpasst, riskiert, dass Führungskräfte an ausländischen Abflugschaltern ohne gültige Reiseerlaubnis stranden. Mobilitätsteams in Unternehmen, die ETA-Tracking-Dashboards entwickeln und Passdaten mit UKVI-Konten synchronisieren, sind am besten gerüstet, um Störungen zu vermeiden und mobile Talente reibungslos in Bewegung zu halten.
Quelle: GOV.UK – Home Office

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