
Daten von AirHelp zeigen, dass London Heathrow – Europas verkehrsreichster Geschäftsflughafen – am 24. Februar 228 Flugverspätungen und 48 Annullierungen verzeichnete. Die Störungen trafen nur einen Tag vor Inkrafttreten der neuen ETA-Regeln im Vereinigten Königreich ein und erhöhten den Stress für internationale Geschäftsreisende, die vor Ablauf der Frist ankommen mussten. British Airways war am stärksten betroffen mit 14 Annullierungen und 87 Verspätungen, doch auch andere Airlines wie American, United, Virgin Atlantic, Delta, JetBlue, Iberia, Air Canada, SAS, Air France, Brussels Airlines und Finnair meldeten erhebliche Beeinträchtigungen im Flugplan. Branchenexperten führen die Probleme auf Personalmangel am Boden, daraus resultierende Einschränkungen der Flugverkehrskontrolle und die äußerst knappen Kapazitäten in Heathrow zurück. Mehrere Langstreckenflüge über den Atlantik starteten mit mehr als acht Stunden Verspätung, was Umbuchungen von Anschlussflügen am selben Tag mit erheblichen Zusatzkosten erforderlich machte. Nach EU-Verordnung EC 261 haben Passagiere von Flügen ab dem Vereinigten Königreich Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro, wenn die Verspätungen auf Ursachen zurückzuführen sind, die in der Verantwortung der Fluggesellschaft liegen. AirHelp rät Reisenden, Belege für Mahlzeiten, Hotels und Weitertransport aufzubewahren; auch Firmenreisekäufer sollten zusätzliche Kosten für die Erstattung durch die Airlines dokumentieren. Der Vorfall zeigt erneut, wie Heathrows Überlastung kleine betriebliche Probleme zu netzwerkweiten Störungen aufbläht. Risikomanager im Reisebereich prüfen daher Ausweichrouten über Gatwick, Manchester oder europäische Drehkreuze und beobachten die Gewerkschaftswahlen wegen möglicher Streiks im Bodenservice im März genau. Für Mobilitätsplaner kommt die Situation zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Jeder Reisende, der nach Mitternacht verspätet ankommt, riskiert, in die ETA-Pflicht zu fallen und muss dann kurzfristig den 16-Pfund-Antrag aus den Abfluglounges stellen. Die klare Empfehlung lautet daher: Größere Zeitpuffer in die Reisepläne einbauen, bis sich die Personalsituation in Heathrow stabilisiert hat.
Quelle: AirHelp
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