
Das Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Sydney hat bestätigt, dass das bilaterale Work-and-Holiday-Programm zwischen Australien und der Tschechischen Republik nicht verlängert wurde und daher ab dem 1. März 2026 ausgesetzt ist. Das bedeutet, dass australische Staatsbürger keine langfristigen Work-and-Holiday-Visa für Tschechien mehr beantragen können und tschechische Staatsangehörige keine entsprechenden Visa für Arbeit und Reisen in Australien erhalten. Das 2018 eingeführte Programm ermöglichte es jeweils bis zu 1.500 jungen Erwachsenen aus beiden Ländern, für 12 Monate auf Gegenseitigkeit zu arbeiten und zu reisen. Das Auslaufen des Programms spiegelt Australiens umfassendere Überprüfung kleinerer Working-Holiday-Abkommen wider, die aufgrund von Bedenken hinsichtlich Ausbeutung am Arbeitsmarkt und der Integrität von Visa erfolgt. Die Aussetzung betrifft nicht die anderen bestehenden 417/462-Abkommen, doch Prag und Canberra haben angekündigt, die Bedingungen vor einer möglichen Wiederaufnahme neu zu bewerten. Für Australier, die ein Gap Year in Europa planen, besteht die Hauptalternative darin, Jugendmobilitätsvisa des Schengen-Raums zu prüfen, die von Nachbarländern wie Deutschland oder Frankreich angeboten werden. Tschechische Jugendliche, die Australiens Backpacker-Wirtschaft erleben möchten, müssen möglicherweise auf Studentenvisa oder arbeitgebergesponserte Visa ausweichen, die mit höheren Kosten und strengeren Auflagen verbunden sind. Arbeitgeber in australischen regionalen Tourismuszentren, die bereits Schwierigkeiten haben, Aushilfsstellen zu besetzen, befürchten durch den Wegfall tschechischer Backpacker zusätzlichen Druck vor der Hochsaison 2026/27. Umgekehrt werden tschechische Gastronomiebetriebe in Prags Altstadt, die bei australischen Mitarbeitern beliebt sind, Einbußen spüren. Reisebüros und Umzugsunternehmen sollten ihre Werbematerialien aktualisieren und Kunden über die sofortige Änderung informieren; Anträge, die ab dem 1. März eingereicht werden, bleiben unbearbeitet. Diplomaten beider Länder betonen, dass Gespräche über ein neu gestaltetes Programm mit verbesserten Sozialschutzmaßnahmen laufen, nennen jedoch keinen Zeitplan. Bis dahin müssen Mobilitätsmanager den Jugendaustausch zwischen Tschechien und Australien als ausgesetzt betrachten und ihre Kunden entsprechend beraten.
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