
Österreichs großangelegte Rückführungsaktion startete am 4. März 2026, als der erste gecharterte Airbus A320 mit 151 Evakuierten an Bord aus Maskat in Wien landete. Das Außenministerium bestätigte, dass für den 5. März zwei weitere Flüge geplant sind – einer aus Riad (300 Sitzplätze) und ein weiterer aus Maskat (180 Sitzplätze). Da Dubai, Abu Dhabi und Doha weiterhin zeitweise geschlossen sind, mussten österreichische Staatsbürger überfüllte Nachtbuskonvois zu „sicheren Häfen“ in Oman und Saudi-Arabien erreichen, die von Jagdkommando-Spezialeinheiten eskortiert wurden. Einige Konvois starteten bereits um 4:00 Uhr morgens, um Ausgangssperren zu umgehen und Raketenalarmzeiten zu vermeiden. Die Behörden betonten, dass staatlich unterstützte Flüge nur als letzte Option dienen: Wer einen kommerziellen Sitzplatz sichern kann, sollte sofort abreisen und nicht auf die begrenzte Charterkapazität warten. Rund 2.300 Österreicher sind noch in der betroffenen Region registriert, wobei Reisende mit medizinischem Bedarf, ältere Personen und junge Familien Vorrang haben. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitern prüfen derzeit Krisenurlaubstage und klären, ob Zeiten im Schutzraum als Heimaturlaub nach österreichischem Arbeitsrecht angerechnet werden. Migrationsberater warnen, dass Mitarbeiter, deren Aufenthaltstitel bald abläuft, unbedingt vermeiden müssen, in Transitländern über die Visumfrist hinaus zu bleiben. Die Logistik der Evakuierung – schnelle Flugzeugcharter, Koordination mit Golf-Flughäfen, mobile Konsularteams – stellt einen realen Belastungstest für das aktualisierte Krisen- und Katastrophenschutzgesetz (KSEB-G) dar. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Notfall-Reiseführer für Unternehmen ein.
Quelle: 5min.at
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