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Großbritannien führt Visapflicht für Saint-Lucia-Bürger ein – Auswirkungen auf irische Reisepläne

März 6, 2026
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Großbritannien führt Visapflicht für Saint-Lucia-Bürger ein – Auswirkungen auf irische Reisepläne
In einer überraschenden Entscheidung hat das britische Innenministerium am 5. März 2026 die visafreie Einreise für Inhaber eines Passes von St. Lucia aufgehoben. Als Begründung werden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Staatsbürgerschaft-durch-Investition-Programm (CBI) der Insel sowie ein Anstieg der Asylanträge genannt. Ab sofort müssen St.-Lucianer vor der Einreise oder dem Transit an einem britischen Flughafen ein Besuchervisum oder – bei reinem Flugzeugwechsel – ein Direkt-Airside-Transit-Visum beantragen. Für Reisende mit einer vor dem Stichtag ausgestellten elektronischen Reisegenehmigung (ETA) gilt eine sechs Wochen lange Übergangsfrist.

Warum sollten irische Unternehmen das interessieren? Erstens ist London Heathrow weiterhin das wichtigste Drehkreuz für Direktflüge zwischen der Karibik und Dublin. Mobilitätsteams, die Mitarbeiter aus St. Lucia (oder Doppelstaatsbürger mit CBI-Pässen) nach Irland entsenden, müssen nun mit längeren Vorlaufzeiten und höheren Kosten bei Routen über Großbritannien rechnen – oder auf Umwege über Paris oder New York ausweichen. Zweitens empfängt Irlands Tourismussektor jährlich rund 5.000 Besucher aus St. Lucia, von denen viele Anschlussreisen ins Vereinigte Königreich planen; Reisebüros erwarten Stornierungen und Versicherungsansprüche, da Reisepläne durcheinandergeraten.

Großbritannien führt Visapflicht für Saint-Lucia-Bürger ein – Auswirkungen auf irische Reisepläne


Diese Entwicklung verdeutlicht auch die Verwundbarkeit von durch CBI erworbenen „Passport-Portfolios“, die bei global mobilen Führungskräften beliebt sind. Steuerberater in Dublin weisen darauf hin, dass mehrere leitende Fondsmanager neben US- oder brasilianischer Staatsangehörigkeit auch einen St.-Lucia-CBI-Pass besitzen. Wenn diese Mitarbeiter ihren karibischen Pass für visafreie Geschäftsreisen nach London nutzen, müssen sie nun ihre Global Entry-Profile und UK-Sponsor-Lizenzen entsprechend anpassen.

Die irische Einwanderungspolitik bleibt unverändert – St.-Lucianer benötigen weiterhin ein Visum für Irland. Da jedoch der Common Travel Area gilt, müssen Passagiere, die über Großbritannien anreisen, bereits die britische Einwanderung passieren. Das Außenministerium hat seine Reisehinweise aktualisiert und warnt vor „erheblichen Bearbeitungsverzögerungen“ im britischen Visaantragszentrum in Port of Spain.

Praktische Tipps: Planen Sie mindestens acht Wochen Vorlaufzeit bei Entsendungen ein; kalkulieren Sie £115 für ein UK-Besuchervisum inklusive biometrischer Daten ein; und wenn möglich, leiten Sie Neuankömmlinge vorübergehend über Amsterdam oder Frankfurt, bis der anfängliche Antragsansturm abgeflaut ist.
Quelle: NTL International regulatory update

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