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Pilotprojekt des Ein- und Ausreisesystems am Flughafen Wien verzeichnet 400.000 Reisende, vollständige Einführung bis April geplant

März 8, 2026
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Pilotprojekt des Ein- und Ausreisesystems am Flughafen Wien verzeichnet 400.000 Reisende, vollständige Einführung bis April geplant
Österreichs Vorstoß zur Modernisierung seiner Außengrenzen erreichte am 7. März 2026 einen wichtigen Meilenstein: Das Innenministerium gab bekannt, dass am Flughafen Wien bereits über 408.000 Reisende aus Drittstaaten über das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) abgefertigt wurden. Die Zahl – im Durchschnitt 3.500 Registrierungen pro Tag – wurde in einer Wochenendaussendung als „klarer Gewinn für Sicherheit und Reisekomfort“ gefeiert. Das EES ersetzt die manuelle Passstempelung durch eine automatisierte Plattform, die biometrische Fingerabdrücke, Gesichtsaufnahmen und Reisedokumentdaten erfasst und in einer schengenweiten Datenbank unter der Verwaltung von eu-LISA speichert. Österreich startete die Live-Tests Mitte Oktober 2025 und hat seitdem die Anzahl der Selbstbedienungskioske und automatischen Grenzkontrollsysteme in Abflug- und Ankunftshallen schrittweise erhöht. Laut Flughafenmanagement haben sich die Abfertigungszeiten für regelkonforme Passagiere um bis zu 40 % verkürzt, wodurch die Grenzbeamten sich verstärkt auf Hochrisikofälle wie gefälschte Dokumente und Überzieher konzentrieren können. Das Ministerium bestätigte, dass das System bis zum 10. April 2026 an allen österreichischen internationalen Flughäfen – Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt – vollständig einsatzbereit sein wird, und damit vor der EU-weiten Frist. Die Grenzbeamten an den Landgrenzen zu Slowenien, Ungarn und der Slowakei werden im Sommer schrittweise folgen, koordiniert mit den Nachbarstaaten. Für multinationale Arbeitgeber bedeutet die Umstellung mehr als nur eine technische Neuerung: Das EES berechnet automatisch die 90/180-Tage-Aufenthaltsregel für Nicht-EU-Bürger im Schengen-Raum und meldet Verstöße, die zuvor unbemerkt blieben. Mobility- und Reiseteams sollten Kurzaufenthaltsmuster überprüfen, Vielreisende über die Bedeutung korrekter Erstdaten informieren und Datenschutzhinweise an die neue biometrische Datenverarbeitung anpassen. Auch Reiseanbieter passen sich an: Fluggesellschaften mit Wien-Anbindung laden Passdaten nun vorab in ihre DCS-Systeme, während große Hotelketten Check-in-Apps mit den EU-Digitalen Reisedokumenten verknüpfen. Die Branchenverbände IATA und GBTA lobten Österreich für die frühe Einführung, forderten jedoch von Brüssel eine bessere Abstimmung des EES mit der verzögerten ETIAS-Reisegenehmigung, um eine „zweite Kontrollschicht“ zu Spitzenzeiten zu vermeiden. Die Kommunikation mit den Passagieren wird in den kommenden Wochen intensiviert: Schilder, Push-Benachrichtigungen und mehrsprachige Videos erklären, wie Pässe gescannt und vier Fingerabdrücke abgegeben werden. Das Innenministerium kündigte spezielle Hilfsspuren für Reisende an, die keine Selbstbedienungskioske nutzen können, darunter Kinder unter 12 Jahren und mobilitätseingeschränkte Passagiere.
Quelle: ORF (Lower Austria edition)

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