
Treffen in Brüssel am 7. März 2026: Die EU-IT-Agentur eu-LISA und Vertreter der Justiz- und Innenpolitik (JHA) präsentierten eine „Interoperabilitäts-Roadmap“, die die wichtigsten Migrations- und Sicherheitsdatenbanken der EU bis 2030 zu einem einzigen biometrischen Ökosystem zusammenführen soll. Der Plan integriert das neue Ein- und Ausreisesystem (EES), das Visa-Informationssystem (VIS), Eurodac und das Schengener Informationssystem (SIS II) über einen gemeinsamen Biometrie-Abgleichdienst (sBMS) und ein gemeinsames Identitätsregister (CIR).
Für Belgien – Sitz des politischen Herzens der EU und Standort der Flughäfen Brüssel-Zaventem und Charleroi an den Außengrenzen – hat dies weitreichende Folgen. Ab dem 10. April werden bei allen Nicht-EU-Reisenden, die den Schengen-Raum betreten oder verlassen, an automatisierten Kiosken Fingerabdrücke und hochauflösende Gesichtsaufnahmen erfasst. Visa-freie Reisende müssen sich später im Jahr zudem über ETIAS vorregistrieren.
Die belgische Grenzpolizei testet bereits die neue Hardware unter realen Bedingungen und warnt, dass die Abfertigungszeiten während der Eingewöhnungsphase insbesondere bei Busreisen an den Landgrenzen zu Frankreich und den Niederlanden, wo vorübergehende Kontrollen gelten, sich verdreifachen könnten. Die Roadmap sieht außerdem vor, nationale Polizeifotodatenbanken im Rahmen des neuen Prüm-II-Abkommens zu vernetzen und den USA einen eingeschränkten „Treffer-/Kein-Treffer“-Zugang zu gewähren, um für Belgien und andere Visa-Waiver-Staaten die visafreie Einreise ihrer Bürger zu sichern.
Datenschutzbefürworter im belgischen Abgeordnetenhaus fordern eine parlamentarische Prüfung und betonen, dass die Verhältnismäßigkeitsprüfungen nach nationalem Recht weiterhin gelten müssen. Unternehmen mit internationalen Mitarbeitern sollten ihre Nicht-EU-Entsandten und Vielflieger frühzeitig über die bevorstehende biometrische Erfassung informieren und darauf hinweisen, dass Reisepässe maschinenlesbar und in gutem Zustand sein müssen. Betriebe mit Schichtwechseln, etwa im petrochemischen Cluster Antwerpen, müssen möglicherweise die Wechselzeiten anpassen, um längere Grenzformalitäten zu berücksichtigen. Personalabteilungen sollten zudem die Meldungen zu entsandten Arbeitnehmern aktualisieren, um die Erfassung zusätzlicher personenbezogener Daten abzubilden.
Das belgische Innenministerium plant, bis Jahresende 300 zusätzliche Grenzbeamte einzustellen und 120 ABC-E-Gates zu installieren, teilweise finanziert durch EU-Innen-Sicherheitsmittel. Fluggesellschaften und Bodenabfertiger befürchten jedoch Engpässe, falls sich die Inbetriebnahme verzögert. Angesichts des Sommerreiseverkehrs 2026 in wenigen Wochen ist eine reibungslose Umsetzung der Interoperabilität entscheidend, um Belgiens Ruf als offenes, wirtschaftsfreundliches Drehkreuz im Herzen Europas zu sichern.
Für Belgien – Sitz des politischen Herzens der EU und Standort der Flughäfen Brüssel-Zaventem und Charleroi an den Außengrenzen – hat dies weitreichende Folgen. Ab dem 10. April werden bei allen Nicht-EU-Reisenden, die den Schengen-Raum betreten oder verlassen, an automatisierten Kiosken Fingerabdrücke und hochauflösende Gesichtsaufnahmen erfasst. Visa-freie Reisende müssen sich später im Jahr zudem über ETIAS vorregistrieren.
Die belgische Grenzpolizei testet bereits die neue Hardware unter realen Bedingungen und warnt, dass die Abfertigungszeiten während der Eingewöhnungsphase insbesondere bei Busreisen an den Landgrenzen zu Frankreich und den Niederlanden, wo vorübergehende Kontrollen gelten, sich verdreifachen könnten. Die Roadmap sieht außerdem vor, nationale Polizeifotodatenbanken im Rahmen des neuen Prüm-II-Abkommens zu vernetzen und den USA einen eingeschränkten „Treffer-/Kein-Treffer“-Zugang zu gewähren, um für Belgien und andere Visa-Waiver-Staaten die visafreie Einreise ihrer Bürger zu sichern.
Datenschutzbefürworter im belgischen Abgeordnetenhaus fordern eine parlamentarische Prüfung und betonen, dass die Verhältnismäßigkeitsprüfungen nach nationalem Recht weiterhin gelten müssen. Unternehmen mit internationalen Mitarbeitern sollten ihre Nicht-EU-Entsandten und Vielflieger frühzeitig über die bevorstehende biometrische Erfassung informieren und darauf hinweisen, dass Reisepässe maschinenlesbar und in gutem Zustand sein müssen. Betriebe mit Schichtwechseln, etwa im petrochemischen Cluster Antwerpen, müssen möglicherweise die Wechselzeiten anpassen, um längere Grenzformalitäten zu berücksichtigen. Personalabteilungen sollten zudem die Meldungen zu entsandten Arbeitnehmern aktualisieren, um die Erfassung zusätzlicher personenbezogener Daten abzubilden.
Das belgische Innenministerium plant, bis Jahresende 300 zusätzliche Grenzbeamte einzustellen und 120 ABC-E-Gates zu installieren, teilweise finanziert durch EU-Innen-Sicherheitsmittel. Fluggesellschaften und Bodenabfertiger befürchten jedoch Engpässe, falls sich die Inbetriebnahme verzögert. Angesichts des Sommerreiseverkehrs 2026 in wenigen Wochen ist eine reibungslose Umsetzung der Interoperabilität entscheidend, um Belgiens Ruf als offenes, wirtschaftsfreundliches Drehkreuz im Herzen Europas zu sichern.
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