
Zyperns umfassendes Verbot von zivilen Drohnenflügen, das am 4. März verhängt wurde, war auch am 7. März weiterhin in Kraft, ohne ein festgelegtes Ablaufdatum. Das von Verkehrsminister Alexis Vafeadis unterzeichnete Dekret untersagt jeglichen Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge über dem Staatsgebiet und den Hoheitsgewässern der Republik und beruft sich auf verschärfte Sicherheitsbedingungen nach dem Vorfall in Akrotiri. Für Manager im Bereich globale Mobilität hat diese Maßnahme zwei unmittelbare Folgen. Erstens müssen multinationale Bau-, Energie- und Medienunternehmen, die Drohnen routinemäßig für Geländeerhebungen oder Luftaufnahmen einsetzen, ihre Aktivitäten einstellen oder spezielle polizeiliche Ausnahmen beantragen – ein Verfahren, das derzeit mindestens zehn Arbeitstage dauert. Zweitens riskieren Expat-Mitarbeiter, die Hobbydrohnen transportieren, Bußgelder und Beschlagnahmungen beim Zoll; daher sollten Umzugsbriefings aktualisiert und Versandlisten angepasst werden, um UAV-Ausrüstung bis zur Aufhebung des Verbots auszuschließen. Das zyprische Luftfahrtamt hat die Kontrollen verschärft und arbeitet eng mit der Flughafensicherheit zusammen, um aufgegebenes Gepäck zu durchsuchen, sowie mit Küstenpatrouillen, um unautorisierte Starts von Freizeitbooten zu erkennen. Versicherungsmakler warnen, dass ein Verstoß gegen das Dekret den Versicherungsschutz für Unternehmen aufheben könnte, was im Schadensfall erhebliche Risiken birgt. Branchenverbände setzen sich für ein gestuftes System ein, das risikominimierte kommerzielle Kartierungsflüge unter strenger Geofencing-Regelung erlauben würde, doch das Ministerium betont, dass derzeit die nationale Sicherheit wirtschaftlichen Interessen vorgeht. Da kein Überprüfungstermin feststeht, sollten Unternehmen mit einer mehrwöchigen Unterbrechung rechnen und alternative Lösungen wie Satelliten- oder bemannte Luftfahrzeuge für wichtige Luftdatenaufnahmen prüfen.
Quelle: Cyprus Mail