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Fehler beim E-Voting in Basel beraubt Auslandschweizer ihres Stimmrechts und wirft Fragen zur digitalen Stimmabgabe auf

März 10, 2026
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Fehler beim E-Voting in Basel beraubt Auslandschweizer ihres Stimmrechts und wirft Fragen zur digitalen Stimmabgabe auf
Weniger als 24 Stunden nach dem Referendum in der Schweiz am Sonntag, dem 8. März, bestätigte der Kanton Basel-Stadt, dass keine der 10.300 elektronischen Stimmen von im Ausland lebenden Schweizer Bürgern gezählt wurden – aufgrund eines Softwarefehlers in der Scytl E-Voting-Plattform. Der Vorfall, der am 9. März bekannt wurde, erschüttert das Vertrauen in das langjährige Bestreben des Landes, seinen 800.000 im Ausland lebenden Staatsangehörigen sicheres Online-Wählen zu ermöglichen. Die kantonalen Behörden erklärten, ein Fehler bei der Datenkonvertierung habe die Entschlüsselung der Stimmzettel verhindert, weshalb die E-Stimmen für ungültig erklärt und die Ergebnisse ausschließlich auf Briefwahl basierten. Obwohl dies das Ergebnis der fünf nationalen Abstimmungen nicht veränderte, weisen Rechtsexperten darauf hin, dass engere kantonale Abstimmungen leicht kippen könnten, wenn Stimmen von Auslandschweizern verloren gehen. Für Fachleute im Bereich globale Mobilität ist der Vorfall bedeutsam, da verlässliches E-Voting als „weiche Leistung“ gilt, die hilft, Schweizer Talente im Ausland für internationale Einsätze zu gewinnen. „Manager, die nach Singapur oder São Paulo entsandt werden, wollen weiterhin voll an der direkten Demokratie teilnehmen. Wenn sie dem System nicht vertrauen können, sinkt ihre Bereitschaft, Auslandseinsätze anzunehmen“, so ein Mobilitätsleiter eines Schweizer Pharmakonzerns. Die Bundeskanzlei hat eine umfassende Untersuchung angekündigt und erwägt, die geplante Ausweitung der E-Voting-Pilotprojekte für 2027 vorerst auszusetzen. Technologieanbieter stehen erneut unter Beobachtung hinsichtlich der End-to-End-Verifizierbarkeit, während Datenschutzbefürworter stärkere externe Prüfungen fordern. In der Zwischenzeit raten Unternehmen ihren international mobilen Mitarbeitenden, auf die Briefwahl zurückzugreifen und längere Versandzeiten einzuplanen – eine zusätzliche logistische Herausforderung für HR-Teams, die Steuer-, Sozialversicherungs- und Einwanderungsformalitäten koordinieren. Der Fehler in Basel zeigt somit, wie scheinbar technische Probleme in der Civic-Tech weitreichende Folgen für das Risikomanagement in der globalen Mobilität haben können.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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