
Eine parteiübergreifende Allianz aus Wirtschaftsführern und zentristischen Politikern schlug am 9. März in Bern Alarm, nachdem die rechtsgerichtete Schweizerische Volkspartei (SVP) offiziell mit der Unterschriftensammlung für ihre Volksinitiative „10-Millionen-Schweiz“ begonnen hatte. Der Vorschlag sieht eine Verfassungsänderung vor, die die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 auf zehn Millionen begrenzt und jährliche Einwanderungsquoten einführt, sobald diese Obergrenze in Sicht ist.
An einer gut besuchten Pressekonferenz warnten Vertreter der FDP, der Mitte, der Grünliberalen sowie mehrerer Arbeitgeberverbände, dass eine solche strikte Obergrenze die Rekrutierung lähmen würde – gerade in dem Moment, in dem die Babyboomer-Generation in den Ruhestand geht. Die Schweiz verliert bereits schätzungsweise 20.000 Arbeitskräfte pro Jahr durch Auswanderung; ohne entsprechende Zuwanderung von Fachkräften drohten Krankenhäuser, die Gastronomie und exportorientierte Hersteller „innerhalb von drei bis vier Jahren an eine Wand zu stoßen“, so PLR-Co-Präsident Benjamin Mühlemann.
Die Allianz betonte zudem, dass die Initiative die bilateralen Abkommen mit der EU gefährden würde, die den freien Personenverkehr für EU/EFTA-Bürger garantieren – die wichtigste Talentquelle der Schweiz. Ein Bruch dieser Abkommen könnte in Brüssel Schutzklauseln auslösen, die den Zugang Schweizer Unternehmen zum Binnenmarkt einschränken und die Kosten für multinationale Konzerne mit regionalen Hauptsitzen in Zürich, Basel oder Genf erhöhen würden.
Neben den makroökonomischen Folgen befürchten Mobility-Manager chaotische bürokratische Rückstaus. „Starre Personalobergrenzen würden HR-Teams zwingen, bei der Einwanderung ‚Tetris‘ zu spielen und Einsätze in letzter Minute abzusagen, wenn die Quote eines Kantons erreicht ist“, erklärte ein Leiter für Mitarbeiterentsendungen bei einem globalen Life-Sciences-Unternehmen.
Die Gruppe ruft die Stimmberechtigten dazu auf, die sogenannte „Chaos-Initiative“ bei der voraussichtlichen Abstimmung im Juni 2026 abzulehnen und stattdessen einem Gegenvorschlag zuzustimmen, der auf nachhaltige Infrastruktur und Wohnraum setzt.
Sollte die Obergrenze angenommen werden, rechnen Analysten damit, dass Unternehmen die Verlagerung von Support-Funktionen in benachbarte EU-Staaten beschleunigen und vermehrt Pendlerverträge nutzen – was die Attraktivität der Schweiz als Wirtschaftsstandort schwächen würde.
Für den Moment sollten Mobility-Teams die Personalzahlen genau beobachten und Notfallpläne für Hochqualifizierten-Bewilligungen ab 2027 und darüber hinaus entwickeln.
An einer gut besuchten Pressekonferenz warnten Vertreter der FDP, der Mitte, der Grünliberalen sowie mehrerer Arbeitgeberverbände, dass eine solche strikte Obergrenze die Rekrutierung lähmen würde – gerade in dem Moment, in dem die Babyboomer-Generation in den Ruhestand geht. Die Schweiz verliert bereits schätzungsweise 20.000 Arbeitskräfte pro Jahr durch Auswanderung; ohne entsprechende Zuwanderung von Fachkräften drohten Krankenhäuser, die Gastronomie und exportorientierte Hersteller „innerhalb von drei bis vier Jahren an eine Wand zu stoßen“, so PLR-Co-Präsident Benjamin Mühlemann.
Die Allianz betonte zudem, dass die Initiative die bilateralen Abkommen mit der EU gefährden würde, die den freien Personenverkehr für EU/EFTA-Bürger garantieren – die wichtigste Talentquelle der Schweiz. Ein Bruch dieser Abkommen könnte in Brüssel Schutzklauseln auslösen, die den Zugang Schweizer Unternehmen zum Binnenmarkt einschränken und die Kosten für multinationale Konzerne mit regionalen Hauptsitzen in Zürich, Basel oder Genf erhöhen würden.
Neben den makroökonomischen Folgen befürchten Mobility-Manager chaotische bürokratische Rückstaus. „Starre Personalobergrenzen würden HR-Teams zwingen, bei der Einwanderung ‚Tetris‘ zu spielen und Einsätze in letzter Minute abzusagen, wenn die Quote eines Kantons erreicht ist“, erklärte ein Leiter für Mitarbeiterentsendungen bei einem globalen Life-Sciences-Unternehmen.
Die Gruppe ruft die Stimmberechtigten dazu auf, die sogenannte „Chaos-Initiative“ bei der voraussichtlichen Abstimmung im Juni 2026 abzulehnen und stattdessen einem Gegenvorschlag zuzustimmen, der auf nachhaltige Infrastruktur und Wohnraum setzt.
Sollte die Obergrenze angenommen werden, rechnen Analysten damit, dass Unternehmen die Verlagerung von Support-Funktionen in benachbarte EU-Staaten beschleunigen und vermehrt Pendlerverträge nutzen – was die Attraktivität der Schweiz als Wirtschaftsstandort schwächen würde.
Für den Moment sollten Mobility-Teams die Personalzahlen genau beobachten und Notfallpläne für Hochqualifizierten-Bewilligungen ab 2027 und darüber hinaus entwickeln.
Quelle: SWI swissinfo.ch