
Die Schweiz hat stillschweigend beschlossen, ein vollständig digitales System für Ein- und Ausreisekarten (ED-Karten) einzuführen und reiht sich damit in die Vorreiterrolle neben Ländern wie Mexiko, Kanada, Thailand und Großbritannien ein. Dies wurde am 6. März 2026 im Rahmen eines internationalen Überblicks zu Grenztechnologie-Initiativen bekannt gegeben. Geplant ist, die letzten noch ausgegebenen Papier-Ankunftsformulare an bestimmten Regionalflughäfen und Landgrenzen zu ersetzen.
Obwohl die Alpenrepublik bereits die meisten Reisedaten über die Schengen Advance Passenger Information-Plattform erfasst, ermöglicht die neue ED-Karte Freizeit- und Geschäftsreisenden, biografische und zollrelevante Informationen bereits vor dem Boarding von Flugzeug oder Zug in die Schweiz hochzuladen. Grenzbeamte scannen dann einfach einen QR-Code am Kontrollpunkt und verifizieren die biometrischen Daten, die bereits vom bevorstehenden EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) erfasst wurden.
Da die Schweiz Teil des Schengen-Raums, aber nicht der EU ist, muss Bern eine „Schweizer Ebene“ entwickeln, die mit dem EES kommunizieren kann und gleichzeitig die strengen Datenschutzbestimmungen des Landes einhält. Pilotversuche sind für Oktober an den Flughäfen Zürich und Genf geplant, gefolgt von der Landgrenze bei Chiasso Anfang 2027.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Umstellung bedeutsam: Mitarbeiter auf Kurzzeitentsendungen können die Einreiseformalitäten künftig in wenigen Minuten erledigen, während Firmenreiseteams Zugriff auf ein Pre-Clearance-Dashboard erhalten, das das Staatssekretariat für Migration (SEM) bereitstellen wird. Größere Unternehmen können zudem Reisedaten in großen Mengen hochladen, was manuelle Fehler reduziert, die häufig zu Nachkontrollen führen.
Schweizer Behörden sehen in der Initiative auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das SEM schätzt, dass jährlich noch rund 1,2 Millionen Papier-Ankunftskarten gedruckt werden – das entspricht etwa 12 Tonnen Papier. Die Abschaffung dieser Formulare passt zur Netto-Null-Strategie der Schweiz bis 2050 und erspart den Fluggesellschaften die Kosten für die Lagerung mehrsprachiger Formulare.
Die digitale ED-Karte wird parallel zum Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) existieren, dessen Einführung die EU auf das vierte Quartal 2026 verschoben hat. Reisende aus visumfreien Ländern müssen daher einen zweistufigen Prozess durchlaufen: Zuerst ETIAS online beantragen, dann 24 Stunden vor Abreise die Schweizer ED-Karte ausfüllen. Das SEM erklärt, dass die beiden Plattformen langfristig zusammengeführt werden sollen – allerdings erst nach einem Jahr Praxiserfahrung.
Obwohl die Alpenrepublik bereits die meisten Reisedaten über die Schengen Advance Passenger Information-Plattform erfasst, ermöglicht die neue ED-Karte Freizeit- und Geschäftsreisenden, biografische und zollrelevante Informationen bereits vor dem Boarding von Flugzeug oder Zug in die Schweiz hochzuladen. Grenzbeamte scannen dann einfach einen QR-Code am Kontrollpunkt und verifizieren die biometrischen Daten, die bereits vom bevorstehenden EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) erfasst wurden.
Da die Schweiz Teil des Schengen-Raums, aber nicht der EU ist, muss Bern eine „Schweizer Ebene“ entwickeln, die mit dem EES kommunizieren kann und gleichzeitig die strengen Datenschutzbestimmungen des Landes einhält. Pilotversuche sind für Oktober an den Flughäfen Zürich und Genf geplant, gefolgt von der Landgrenze bei Chiasso Anfang 2027.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Umstellung bedeutsam: Mitarbeiter auf Kurzzeitentsendungen können die Einreiseformalitäten künftig in wenigen Minuten erledigen, während Firmenreiseteams Zugriff auf ein Pre-Clearance-Dashboard erhalten, das das Staatssekretariat für Migration (SEM) bereitstellen wird. Größere Unternehmen können zudem Reisedaten in großen Mengen hochladen, was manuelle Fehler reduziert, die häufig zu Nachkontrollen führen.
Schweizer Behörden sehen in der Initiative auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das SEM schätzt, dass jährlich noch rund 1,2 Millionen Papier-Ankunftskarten gedruckt werden – das entspricht etwa 12 Tonnen Papier. Die Abschaffung dieser Formulare passt zur Netto-Null-Strategie der Schweiz bis 2050 und erspart den Fluggesellschaften die Kosten für die Lagerung mehrsprachiger Formulare.
Die digitale ED-Karte wird parallel zum Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) existieren, dessen Einführung die EU auf das vierte Quartal 2026 verschoben hat. Reisende aus visumfreien Ländern müssen daher einen zweistufigen Prozess durchlaufen: Zuerst ETIAS online beantragen, dann 24 Stunden vor Abreise die Schweizer ED-Karte ausfüllen. Das SEM erklärt, dass die beiden Plattformen langfristig zusammengeführt werden sollen – allerdings erst nach einem Jahr Praxiserfahrung.
Quelle: Travel and Tour World
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