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Tschechische Regierung öffnet fünfjährigen Aufenthaltsweg „Lex Ukraine“ für Geflüchtete erneut

März 10, 2026
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Tschechische Regierung öffnet fünfjährigen Aufenthaltsweg „Lex Ukraine“ für Geflüchtete erneut
Die Global Mobility Services Gruppe von KPMG berichtet, dass die tschechische Regierung am 9. März 2026 eine Resolution verabschiedet hat, die bestätigt, dass Inhaber des EU-Temporärschutzes aus der Ukraine erneut einen speziellen fünfjährigen langfristigen Aufenthaltstitel beantragen können. Das sogenannte „Lex Ukraine“-Programm ergänzt den Temporärschutz, ersetzt ihn jedoch nicht. Es gewährt berechtigten Geflüchteten uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt und einen klareren Weg zur dauerhaften Niederlassung.

Die 2026er Version folgt auf einen Pilotversuch im Jahr 2025, bei dem nur 15.000 von 80.000 Antragstellern die strengen Selbstversorgungsanforderungen erfüllten, darunter ein Mindesteinkommen von 440.000 CZK pro Jahr und kein Bezug tschechischer humanitärer Leistungen seit Oktober 2024. Die Nachfrage dürfte in diesem Jahr höher sein: Rund 400.000 Ukrainer leben weiterhin unter Temporärschutz in Tschechien.

Tschechische Regierung öffnet fünfjährigen Aufenthaltsweg „Lex Ukraine“ für Geflüchtete erneut


Die Registrierung startet im April über das Online-Ausländerportal des Innenministeriums, die biometrische Erfassung und Kartenausgabe erfolgen gestaffelt bis in den Herbst. Für Arbeitgeber bietet die Aufenthaltserlaubnis mehr Planungssicherheit als die jeweils einjährigen Verlängerungen des Temporärschutzes und erleichtert die mittelfristige Personalplanung in Branchen von IT bis Produktion.

Personalabteilungen sollten Gehaltsniveaus und Sozialleistungen im Hinblick auf die Einkommensanforderungen überprüfen und mögliche Engpässe bei der Dokumentenbeschaffung einplanen. KPMG weist auf eine Verfahrensänderung hin: Das anfängliche „Interessebekundungsfenster“ verschiebt sich von September auf Oktober, um die Arbeitsbelastung des Ministeriums zu reduzieren. Unternehmen mit vielen ukrainischen Beschäftigten wird empfohlen, rechtliche Workshops zu organisieren, um Mitarbeiter über Anspruchsvoraussetzungen und Fristen zu informieren.

Politisch wird der Schritt als Brücke zwischen Notfallmaßnahmen für Geflüchtete und regulären Einwanderungskanälen gesehen, da der Krieg weiterhin andauert. Mit dieser Entscheidung positioniert sich Tschechien – das bereits die höchste ukrainische Bevölkerung pro Kopf in der EU beherbergt – als Vorreiter einer langfristigen Integrationsstrategie.
Quelle: KPMG GMS Flash Alert 2026-061

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