
TUI Belgien verzeichnet eine deutliche Veränderung im Buchungsverhalten: Reisende bevorzugen Spanien, Portugal und Kap Verde gegenüber den traditionellen Langstreckenzielen wie der Türkei und Ägypten. Dieser Trend, der im Marktbericht von TUI vom 11. März hervorgehoben wird, hängt mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie der Wahrnehmung zusammen, dass Kurzstreckenziele verlässlichere Einreisebestimmungen und eine bessere medizinische Infrastruktur bieten. Daten von TUI-Agenturen und dem Online-Portal zeigen, dass westeuropäische und südeuropäische Reiseziele 62 % der Sommerbuchungen ausmachen – ein Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Im Gegensatz dazu hat die Nachfrage nach Resorts am Roten Meer nachgelassen, da Reisende regionale Sicherheitswarnungen und EU-Flugverbote berücksichtigen. Der Buchungsanstieg führt bereits zu Engpässen bei Hotelkapazitäten auf der Iberischen Halbinsel. TUI warnt, dass beliebte Strandhotels in Andalusien und der Algarve sechs Wochen früher als üblich ausgebucht sind und die durchschnittlichen Paketpreise im Vergleich zu März 2025 um 7 % gestiegen sind. Firmen, die Familienreisen oder Heimaturlaube für Expat-Mitarbeiter organisieren, sollten frühzeitig buchen oder mit höheren Kosten für Premium-Kontingente rechnen. Auch die Airlines reagieren schnell: Brussels Airlines wird im Sommer die Strecke nach Malaga auf einen A321neo aufstocken, während TUI fly Belgium zusätzliche saisonale Flüge nach Faro und Funchal plant. Reiseversicherer verzeichnen zudem einen Anstieg von 15 % bei Policen mit „Reisestörungs“-Zusatz, was die anhaltende Unsicherheit widerspiegelt. Für den belgischen Auslandsreisemarkt, der jährlich ein Volumen von 7 Milliarden Euro hat, zeigt diese Entwicklung, wie sich veränderte Risikowahrnehmungen über Nacht auf die Mobilitätsströme auswirken können. Arbeitgeber mit globalen Reiseprogrammen sollten die Beliebtheit der Reiseziele genau beobachten, da Kapazitätsengpässe die Preise in die Höhe treiben und die Fürsorgepflicht erschweren können.
Quelle: Aviation24.be