
Das belgische Außenministerium hat den erfolgreichen Abschluss der ersten Rückholflüge für Staatsangehörige bestätigt, die angesichts der eskalierenden Spannungen in der Golfregion das Gebiet verlassen möchten. Am 10. März 2026 landete um 01:30 Uhr MEZ ein von der Luftwaffe betriebener Airbus A400M mit 234 Passagieren am Flughafen Brüssel, darunter 195 Belgier sowie eine Mischung aus spanischen, französischen, luxemburgischen und schwedischen Staatsbürgern. Die komplexe Luftbrücke begann drei Tage zuvor, als Diplomaten in Maskat, Dubai und Abu Dhabi kurzfristig Passagierlisten erstellten und Überfluggenehmigungen sicherten. Zwei A400M-Flugzeuge transportierten Evakuierte von Dubai nach Hurghada in Ägypten, wo ein MRTT-Tanker den Weiterflug nach Brüssel übernahm. Ein kommerzieller A320 von Cyprus Airways ergänzte die Kapazitäten – ein Beleg für den „All-Assets“-Ansatz der Regierung. Außenministerin Hadja Lahbib lobte den Einsatz und betonte, dass militärische Transportmittel unverzichtbar seien, da kommerzielle Flugpläne aufgrund von Umleitungen um Konfliktgebiete stark eingeschränkt sind. Passagiere, die von lokalen Medien befragt wurden, berichteten von Raketenabwehrmanövern in der Nähe der Golf-Luftkorridore und zeigten sich erleichtert über die schnelle Reaktion der belgischen Behörden. Die Operation unterstreicht Belgiens zunehmenden Einsatz des Militärs zum Schutz der Mobilität seiner Bürger. Ähnliche Luftbrücken wurden bereits nach dem Putsch in Niger 2025 und der Sudan-Krise 2024 organisiert. Personalabteilungen mit Mitarbeitern in Krisenregionen sollten sicherstellen, dass diese im Online-Reisesystem des Außenministeriums registriert sind, um im Notfall schnell kontaktiert werden zu können. Weitere Evakuierungsflüge stehen bereit, und die Botschaften beobachten die Lage im Golf weiterhin genau. Arbeitgeber mit belgischen Entsandten in der Region werden empfohlen, ihre Evakuierungsprotokolle zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Reiseversicherung auch nicht planmäßige Militärflüge abdeckt.
Quelle: The Bulletin