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Belgien entwirft Gesetz, das der Einwanderungsbehörde lebenslange Einreiseverbote ermöglicht

März 12, 2026
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Belgien entwirft Gesetz, das der Einwanderungsbehörde lebenslange Einreiseverbote ermöglicht
Belgien verschärft sein Migrationsrecht: Das Innenausschuss des Bundesparlaments hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der dem Einwanderungsamt lebenslange Einreiseverbote ermöglichen soll. Der am 11. März 2026 vorgestellte Vorschlag richtet sich gegen Personen, die in der Terrorismus-, Extremismus- und Radikalisierungsdatenbank (T.E.R.) erfasst sind – darunter verurteilte Terroristen, Hassprediger und ausländische Kämpfer. Nach dem aktuellen Ausländergesetz sind Einreiseverbote zeitlich begrenzt; nur 42 der rund 6.000 im Jahr 2025 erlassenen Verbote dauerten länger als 20 Jahre. Befürworter aus der Regierungskoalition argumentieren, dass eine dauerhafte Ausschließung notwendig sei, um Sicherheitslücken zu schließen und zu verhindern, dass Belgien, wie Abgeordneter Denis Ducarme es ausdrückt, „ein Sammelbecken für Radikale“ wird. Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt betonte gegenüber den Abgeordneten, dass die Maßnahme Belgien lediglich an die Nachbarländer angleicht und vor dem Europäischen Gerichtshof, der parallel einen Fall zur Verhältnismäßigkeit prüft, Bestand haben sollte. Der Entwurf stößt jedoch auf scharfe Kritik von Oppositionsparteien und NGOs. Die Grünen-Abgeordnete Sarah Schlitz bezeichnete ihn als „Symbolpolitik“, die bereits vorhandene richterliche Instrumente unnötig dupliziere, während Menschenrechtsanwälte warnen, dass Betroffene lebenslanger Verbote kaum Zugang zu den gegen sie verwendeten geheimen Beweismitteln erhalten. Mehrere Abgeordnete lehnen zudem die Aufnahme von Minderjährigen ab 12 Jahren in die T.E.R.-Liste ab und berufen sich auf Kinderrechtskonventionen. Sollte der Gesetzentwurf in den kommenden Wochen das gesamte Parlament passieren, wäre Belgien eines der wenigen EU-Länder mit einem gesetzlichen Mechanismus für lebenslange Ausschlussverfügungen. Unternehmen, die auf globales Talent angewiesen sind, sollten die Umsetzung genau beobachten: Obwohl die Regelung gegen Extremisten gerichtet ist, könnte sie auf Fälle schwerer organisierter Kriminalität ausgeweitet werden und die Prüfzeiten für Arbeitserlaubnisse verlängern. Multinationale Konzerne müssen möglicherweise zusätzliche Compliance-Schritte – insbesondere für innergemeinschaftliche Versetzungen, bei denen die Betroffenen Zeit in Belgien verbracht haben – in ihre Mobilitätspolitik einbeziehen.
Quelle: The Brussels Times

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