
Ab dem 19. März 2026 stellt das Vereinigte Königreich von physischen Passvignetten auf eine vollständig digitale Erfassung für Personen um, die von der Einwanderungskontrolle ausgenommen sind – dazu zählen akkreditierte Diplomaten, NATO-Personal und bestimmte Besuchsmilitärangehörige. Die im Februar angekündigte Änderung bedeutet, dass Fluggesellschaften und Grenzbeamte den Ausnahmestatus künftig über die Visa-, Status- und Informationsdienste-Plattform (VSIS) überprüfen, anstatt einen Aufkleber im Pass zu kontrollieren. Reisende, die noch eine gültige Ausnahmevignette besitzen, können diese bis zum Ablaufdatum weiter nutzen, doch Anträge ab dem 19. März werden ausschließlich digital erfasst. Das Innenministerium warnt, dass Personen ohne gültigen digitalen Status bei der Abfertigung oder Ankunft mit Verzögerungen durch manuelle Kontrollen rechnen müssen. Botschaften wurden angewiesen, ihre Mitarbeiter zu informieren und sicherzustellen, dass die Logistikteams die Passdaten exakt so erfassen, wie sie im VSIS-System hinterlegt sind, um Abweichungen zu vermeiden. Dieser Schritt ist Teil des umfassenderen Modernisierungsprogramms „Digital by Default“ an den Grenzen, das auch die Einführung von e-Visa für reguläre Migranten und das elektronische Reisegenehmigungssystem (ETA) für visumfreie Staatsangehörige unterstützt. Für Firmenreisemanager bedeutet dies vor allem, dass VIPs oder Regierungsreisende, die bisher auf Passaufkleber angewiesen waren, nun einen Share-Code generieren und mitführen müssen oder sicherstellen sollten, dass ihre Fluggesellschaft Zugriff auf das neue System hat. Fluggesellschaften berichten, dass die Schnittstelle der bereits bestehenden digitalen Statusprüfung für e-Visa ähnelt, weshalb sie keine größeren Störungen erwarten – dennoch ist in den ersten Wochen mit vermehrten Nachkontrollen zu rechnen. Organisationen, die regelmäßig von der Ausnahmeregelung betroffene Personen für Verteidigungs-, Energie- oder diplomatische Projekte einladen, sollten ihre Reisechecklisten aktualisieren und Auffrischungsbriefings für Sicherheitsteams an britischen Standorten organisieren. Obwohl die digitale Umstellung langfristig den Ablauf erleichtert, kann das Fehlen eines gesicherten digitalen Status im Vorfeld zu verweigerter Beförderung und kostspieligen Last-Minute-Änderungen führen.
Quelle: UK Visas & Immigration guidance
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