
Reisende in ganz Frankreich erlebten am 29. März einen holprigen Start in die Arbeitswoche, als 340 Verspätungen und zehn Flugausfälle die drei verkehrsreichsten Flughafensysteme des Landes erschütterten. Paris-Charles-de-Gaulle war am stärksten betroffen mit 160 Verspätungen und fünf Streichungen, während der Schwesterflughafen Orly weitere 103 Verspätungen und drei annullierte Flüge verzeichnete. Nice Côte d’Azur und Lyon-Saint-Exupéry blieben zwar etwas ruhiger, meldeten aber dennoch dutzende verspätete Abflüge. Die Fluggesellschaft Air France strich drei Flüge und hatte über 70 Verspätungen, doch die Billigflieger easyJet und Transavia France verzeichneten mit über 49 bzw. 38 Verspätungen die höchsten absoluten Zahlen – was Fragen zu Personal- und Flugzeugrotationen bei beiden Airlines aufwirft. Auch Vueling, Air Algérie und Tunisair meldeten erhebliche Zeitplanabweichungen. Als Ursachen wurden keine einzelnen Faktoren genannt; Flughafenquellen machten eine Mischung aus saisonaler Spitzenbelastung, anhaltenden Wetterstörungen durch ein atlantisches Frontsystem am Wochenende und nachwirkenden Personalengpässen durch jüngste Arbeitskämpfe verantwortlich. Für Firmenreiseteams lautet die Botschaft klar: Reisepläne großzügig kalkulieren, flexible Tarife buchen und Echtzeit-Benachrichtigungen aktivieren. Reisebüros berichten von einem 22 %igen Anstieg bei Umbuchungen am selben Tag für innereuropäische Verbindungen über Paris. Angesichts der Entscheidung über die Olympiabewerbung Paris 2028 später in diesem Jahr und des anziehenden Sommertourismus werfen wiederholte Störfälle wie am Montag strategische Fragen zur Belastbarkeit der französischen Luftverkehrsinfrastruktur auf. Die Beteiligten drängen auf eine schnellere Einführung der Schengen-Ein- und Ausreisekontrollsystem-Kioske sowie auf eine konsequentere Slot-Koordination, um Kettenreaktionen bei Verspätungen zu minimieren.
Quelle: Travel and Tour World