
Ein viraler Beitrag im Air France-KLM-Subreddit am 16. März löste hunderte Kommentare von Reisenden aus, die behaupten, die Fluggesellschaft sei nicht in der Lage oder nicht bereit, Ticket-Rückerstattungen zu bearbeiten – in einigen Fällen im Wert von mehreren zehntausend Dollar. Der ursprüngliche Verfasser berichtete von einem Verlust von 26.500 Dollar, nachdem zwei Business-Class-Tickets mysteriöserweise storniert und neu abgerechnet wurden, wobei die versprochenen Rückerstattungen inzwischen 48 Tage überfällig sind. Obwohl anekdotisch, spiegelt der Thread die niedrigen Trustpilot-Bewertungen (1,2/5) und ähnliche Beschwerden wider, die in den letzten Wochen bei der französischen Verbraucherschutzbehörde DGCCRF eingegangen sind. Mobilitätsmanager, die Geschäftsreisen organisieren, berichten, dass Verzögerungen bei Rückerstattungen zu Liquiditätsproblemen führen, wenn stornierte Reisen bei anderen Fluggesellschaften neu gebucht werden müssen. Ein multinationales Unternehmen mit Sitz in Paris teilte The Connexion mit, dass seine Reiseabteilung nun alle Air-France-Änderungen über 1.000 € an die Finanzabteilung meldet, um eine frühzeitige Rückbuchung zu prüfen. Nach der EU-Verordnung 261/2004 müssen Fluggesellschaften Passagieren innerhalb von sieben Tagen eine Rückerstattung bei Flugstornierungen gewähren. Kommt die Airline dem nicht nach, drohen Bußgelder durch die französische Luftfahrtbehörde DGAC. Juristen weisen darauf hin, dass wiederholte Verstöße auch die Berechtigung der Fluggesellschaft für staatliche Garantien gefährden können – ein heikles Thema für Air France-KLM, das während der Pandemie umfangreiche staatliche Unterstützung erhielt. Das Unternehmen hat bislang nur allgemeine Entschuldigungen in den sozialen Medien veröffentlicht, aber keine formelle Stellungnahme abgegeben. Insider machen einen Rückstau im Batch-Rückerstattungsmodul von Amadeus Altea nach einem Software-Update im Januar verantwortlich. Bis das Problem behoben ist, raten Experten für Reiserichtlinien Unternehmen, nur bei geschäftskritischen Reisen vollständig flexible Tarife zu buchen und Rückerstattungsfristen genau zu überwachen, um Rückbuchungen innerhalb der Fristen der Kartenanbieter einzuleiten. Für Vielflieger mit Sitz in Frankreich ist dieser Vorfall eine weitere Erinnerung daran, dass starke Passagierrechte nur so wirksam sind wie ihre Durchsetzung – ein Punkt, den die Regulierungsbehörden bald unter Beweis stellen müssen.
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