
Kurz nach Mitternacht am 1. April warnte die US-Botschaft in Riad amerikanische Staatsbürger, an Ort und Stelle zu bleiben, nachdem die iranischen Revolutionsgarden mit Angriffen auf US-Interessen im Nahen Osten gedroht hatten. Die Warnung nannte Hotels, internationale Schulen und Geschäftsviertel, die von US-Bürgern frequentiert werden, als potenzielle Ziele und riet Amerikanern, bis auf Weiteres auf Reisen zu verzichten. Für multinationale Unternehmen mit Projekten im Königreich löst die Warnung Fürsorgepflichten aus: Arbeitgeber müssen alle reisenden Mitarbeiter erfassen, nicht notwendige Reisen umplanen und Evakuierungs- sowie medizinische Hilfsverträge überprüfen. Versicherer weisen darauf hin, dass bei einer Erhöhung der Reisewarnstufe durch das Außenministerium auf Level 4 Ausschlüsse für „Krieg und Terrorismus“ greifen könnten. Die Warnung erfolgt in einer Phase erhöhter regionaler Spannungen und könnte weitere Botschaftswarnungen im Golfgebiet ankündigen. Risikomanager im Bereich Reisen sollten STEP-Meldungen beobachten, sicherstellen, dass Mitarbeiter über zwei Kommunikationsmittel verfügen, und überprüfen, ob Reisepässe und saudische Visa für eine Notfallausreise gültig sind. Der US-Zoll und Grenzschutz hat bislang keine Hinweise zu möglichen zusätzlichen Kontrollen für Rückkehrer aus Saudi-Arabien gegeben, Unternehmen sollten jedoch mit längeren Wiedereinreisezeiten rechnen. Mobilitätsprogramme könnten ebenfalls Verzögerungen erfahren, falls Auftragnehmer Reisen ablehnen. Notfallpläne – etwa Fernsteuerung von Projekten oder Verlegung von Mitarbeitern nach Bahrain oder in die VAE – sollten mit regionalen Partnern besprochen werden.
Quelle: Devdiscourse
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