
Der in Wien ansässige Autofahrerclub ÖAMTC warnt Reisende, dass das Vereinigte Königreich ab dem 8. April 2026 die Gebühr für die elektronische Reisegenehmigung (ETA) von 16 auf 20 Pfund anheben wird – ein Anstieg um 25 % nur sechs Monate nachdem die Regelung für EU-Bürger verpflichtend wurde. Die ETA ist selbst für kurze Geschäftsreisen oder bestimmte Luftseitentransfers mit Grenzkontrolle erforderlich; ohne gültige Genehmigung kann das Boarding verweigert werden. Obwohl die Preiserhöhung moderat wirkt, erfolgt sie vor dem Hintergrund steigender Nebenkosten nach dem Brexit, wie biometrische Erfassung in britischen Visaantragszentren und verpflichtende Gesundheitsabgaben bei längeren Aufenthalten. Eine vierköpfige Familie, die von Wien nach London fliegt, muss nun 16 Pfund mehr für die Anträge einplanen, zuzüglich möglicher Gebühren bei Nutzung von Drittanbietern mit „Fast-Track“-Services. Das Außenministerium empfiehlt, den Antrag mindestens 72 Stunden vor Abflug zu stellen, da Hintergrundprüfungen frühere Einwanderungs- oder Strafregistereinträge aufdecken können. Geschäftsreisende sollten die höheren Kosten in ihre Reisebudgets aufnehmen und daran erinnern, dass eine ETA zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Reisepasses gültig ist – je nachdem, was zuerst eintritt. Fluggesellschaften können auch bei technischen Zwischenstopps einen Nachweis verlangen, selbst wenn der Reisende den Luftsicherheitsbereich nicht verlässt, was komplexe Reiseverläufe über britische Drehkreuze erschwert. Die britische Maßnahme ist Teil eines globalen Trends zu höheren Gebühren für elektronische Reisegenehmigungen: Die ESTA-Gebühren für die USA stiegen 2025, und Kanada prüft noch in diesem Jahr eine Erhöhung seiner eTA. Mit dem Start des EU-eigenen ETIAS-Systems Ende 2026 sollten österreichische Unternehmen ihre Genehmigungsprozesse überprüfen, um Reisende vor unerwarteten Kosten durch gestaffelte digitale Genehmigungen zu schützen.
Quelle: Vienna.at
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