
Österreichs Osterreiseverkehr begann in diesem Jahr früh: Bereits am Karfreitag (3. April) meldeten ÖAMTC und ASFINAG kilometerlange Staus ab 9 Uhr morgens. Am Pfändertunnel auf der A14 Rheintal-Autobahn wurden Blockabfertigungen aktiviert, die Rückstaus bis nach Deutschland verursachten. Auf der A12 Inntal- und A13 Brennerautobahn sammelte sich der Verkehr rund um die Baustelle an der Lueg-Brücke. Urlauber in Fahrtrichtung Süden mussten zudem mit Verzögerungen am Fernpass (B179) und im Karawankentunnel rechnen, wo slowenische Grenzkontrollen mit Fahrstreifensperrungen zusammenfielen. In der Steiermark bildeten sich auf der A9 Pyhrn lange Warteschlangen wegen verengter Baustellenfahrspuren, und die Fahrzeit durch den Tauern Tunnel auf der A10 überschritt eine Stunde. Die ASFINAG rechnet mit einer Entspannung der Lage erst am späten Ostersonntag, da Rückkehrer und ausreisende Urlauber zeitgleich unterwegs sein werden. Experten des Automobilclubs weisen zudem auf die unterschiedlichen Kraftstoffpreise als weiteres Mobilitätsproblem hin: Regulierte Preise in Slowenien und Kroatien bedeuten, dass das Tanken eines 55-Liter-Tanks im Ausland bis zu 12 Euro gegenüber österreichischen Autobahntankstellen sparen kann – vorausgesetzt, man verlässt die Autobahn vor dem Tanken. Für Fahrten nach Norden bleibt die Tschechische Republik günstiger, während Deutschland und die Schweiz weiterhin höhere Spritpreise aufweisen. Arbeitgeber, die Dienstfahrten mit dem eigenen Auto koordinieren, sollten großzügige Zeitpuffer einplanen: Unerwartete Verzögerungen an Alpen-Tunneln können den Arbeitsbeginn am Montag gefährden. Empfehlenswert ist es, Abfahrten außerhalb der Stoßzeiten zu planen, die Live-Kamerabilder der ASFINAG zu nutzen und Mitarbeiter zu bitten, Snacks, Wasser und Hotelbuchungsbestätigungen mitzuführen, um Grenzkontrollen an Karawanken und Brenner zu erleichtern.
Quelle: Kurier
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