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Indien fordert Bürger auf, Iran „so schnell wie möglich zu verlassen“ angesichts der Unsicherheit über einen Waffenstillstand

Apr. 9, 2026
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Indien fordert Bürger auf, Iran „so schnell wie möglich zu verlassen“ angesichts der Unsicherheit über einen Waffenstillstand
Die indische Botschaft in Teheran gab am 8. April 2026 ihre zweite dringende Reisewarnung innerhalb von zwei Tagen heraus und forderte die rund 7.000 bis 9.000 indischen Staatsangehörigen, die sich noch im Iran aufhalten, auf, das Land „so schnell wie möglich“ zu verlassen – und zwar ausschließlich über vorab mit dem Konsulat abgestimmte Routen. Die Warnung folgt auf einen fragilen zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den von den USA geführten Streitkräften und dem Iran, der über Nacht begann, aber in Neu-Delhi Befürchtungen weckt, dass er schnell wieder zusammenbrechen könnte. Die Mitteilung, die über X (ehemals Twitter) verbreitet und von indischen Medien erneut aufgegriffen wurde, warnt ausdrücklich davor, ohne vorherige Absprache mit der Botschaft eine Landgrenze zu passieren, und nennt vier Notfall-Hotlines sowie eine E-Mail-Adresse für Reisegenehmigungen.

Indien fordert Bürger auf, Iran „so schnell wie möglich zu verlassen“ angesichts der Unsicherheit über einen Waffenstillstand


Beamte bestätigten, dass seit Ausbruch der Feindseligkeiten am 28. Februar bereits etwa 1.800 indische Staatsbürger – viele davon Studenten und maritime Arbeiter – per Linien- und Charterflügen repatriiert wurden. Obwohl der Iran nach dem Waffenstillstand mehrere zivile Flughäfen wieder geöffnet hat, betrachten Versicherer den iranischen Luftraum weiterhin als „Kriegsrisiko“, was zu stark gestiegenen Prämien und Flugpreisen führt. Daher greifen Firmenmobilitätsteams auf Notfallpläne zurück, die bereits während der US-Iran-Spannungen 2020 erstellt wurden: Indische Entsandte werden über Muscat, Doha oder Baku umgeleitet, da diese Flughäfen noch kurzfristigen Transitverkehr aus dem Iran akzeptieren. Verantwortliche für Fürsorgepflichten prüfen zudem erneut, ob Mitarbeiter gültige Schengen-, türkische oder VAE-Transitvisa besitzen – angesichts der biometrischen Grenzkontrollen in der EU und der verschärften Umsteigeregeln in Dubai inzwischen unerlässlich.

Für Unternehmen ergeben sich daraus folgende praktische Maßnahmen: 1) Beschleunigte Erteilung von Ausreisegenehmigungen für alle Inhaber indischer Pässe im Iran, 2) Überprüfung des Versicherungsschutzes hinsichtlich möglicher „Kriegsrisiko“-Ausschlüsse und 3) Information der Reisenden über mögliche Befragungen bei der indischen Einreise, wo die Behörden die sekundäre Kontrolle für Rückkehrer aus Krisengebieten verstärkt haben. Obwohl die Regierung kein generelles Reiseverbot verhängte, deuteten Beamte an, dass Evakuierungsflüge organisiert werden könnten, falls die kommerzielle Kapazität erschöpft ist. Globale Mobilitätsmanager sollten daher den engen Kontakt zur Notfallzelle der Botschaft halten und Passagierlisten frühzeitig vorbereiten.
Quelle: NDTV

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