
Reisende mit Verbindungen von und nach Schweiz sehen sich an diesem Wochenende mit neuer Unsicherheit konfrontiert, nachdem die deutsche UFO-Gewerkschaft für Freitag, den 10. April 2026, zu einem 24-stündigen Streik der Kabinenbesatzungen von Lufthansa und CityLine aufgerufen hat. Obwohl der Arbeitskampf offiziell SWISS (LX) und Edelweiss (WK) ausschließt, warnen Analysten, dass Ausfälle in Frankfurt und München – Drehkreuze, die ein Drittel des Langstreckenverkehrs von Zürich bedienen – sich auf das gesamte Lufthansa-Konzernnetz auswirken werden. Laut The Local Germany haben bereits Tausende von Passagieren Umbuchungs-E-Mails erhalten, während das interne Lufthansa-Rundschreiben TWP2607 bestätigt, dass vollständige Ausfalllisten bis Donnerstagmorgen in die globalen Vertriebssysteme eingespeist werden. Betroffene Kunden können ihre Tickets kostenfrei umbuchen oder innerdeutsche Flugstrecken in Deutsche-Bahn-Gutscheine umwandeln. Wichtig für Schweizer Reisende: Die Kulanz gilt auch für SWISS-Tickets, die einen ausgefallenen LH-Flug enthalten, und ermöglicht eine Umleitung über alternative Drehkreuze wie Wien oder Brüssel. Firmenreisemanager in der Schweiz raten Mitarbeitern, für zeitkritische Termine 24 bis 48 Stunden Puffer einzuplanen und zu prüfen, ob Premium-Kurzstreckenflüge unter LX-Nummern tatsächlich von wet-lease-Lufthansa-Flugzeugen durchgeführt werden, die bei deutschen Crew-Streiks ebenfalls betroffen sein könnten. Personen mit D-Visum, die in die Schweiz einreisen, sollten Nachweise über Weiterfahrten mit der Bahn mitführen, falls Flugabschnitte auf Zugverbindungen verlegt werden. Die UFO-Gewerkschaft nennt als Streitpunkte die Stabilität der Dienstpläne und die Einhaltung von Arbeitszeitgrenzen. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnten weitere Streikwellen die Frühjahrsreisezeit treffen und mit dem Start des Schengen-Ein- und Ausreisesystems am 10. April zusammenfallen, was die Wartezeiten an den Grenzen in Zürich, Genf und Basel zusätzlich verschärfen würde. Die Schweizer Flughäfen haben Notfallpläne aktiviert und raten Passagieren, Apps zu beobachten und frühzeitig anzureisen. Obwohl Streiks in Deutschland nicht ungewöhnlich sind, trifft der Zeitpunkt – direkt nach Ostern – viele Expatriates, die von Auslandseinsätzen zurückkehren. Mobility-Teams aktualisieren daher Risikomatrizen und erinnern daran, dass EU-Verordnung 261 keine Entschädigung vorsieht, wenn ein Ersatzflug innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens angeboten wird, selbst wenn dieser erst am Folgetag startet.
Quelle: The Local Germany
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