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371 spanische Büros öffnen für persönliche Amnestie-Anträge, während Mitarbeiter mit Streik drohen

Apr. 21, 2026
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371 spanische Büros öffnen für persönliche Amnestie-Anträge, während Mitarbeiter mit Streik drohen
Das Massenregulierungsprogramm machte am 20. April einen greifbaren Fortschritt, als 371 Schalter der Correos-Postämter und 60 Sozialversicherungsstellen begannen, Papieranträge anzunehmen. Die physische Einführung soll Migranten unterstützen, die mit dem überlasteten digitalen Terminvergabesystem Spaniens kämpfen. Gleichzeitig offenbarte sie jedoch sofort Kapazitätsengpässe: In Madrid, Barcelona und auf den Balearen bildeten sich bereits vor Tagesanbruch lange Warteschlangen vor den Filialen. Laut Euro Weekly News haben der Sindicato de Trabajadores de la Administración (STA) und die Gewerkschaft CCOO für den 21. April einen 24-stündigen Streik angekündigt und beklagen „untragbare Arbeitsbelastungen“ sowie unzureichende Personalplanung. Sollte der Streik stattfinden, könnten die Ausländerämter nur 24 Stunden nach ihrer Öffnung wieder schließen, was tausende Termine verzögern würde. Für Personal- und Global-Mobility-Teams ist das Risiko von Störungen real. Unternehmen, die informelle Mitarbeiter legalisieren oder neu dokumentierte Arbeitskräfte einstellen wollen, sollten ihre Angestellten ermutigen, den Online-Kanal zu priorisieren und schwer zu beschaffende Dokumente (Führungszeugnisse, Meldebescheinigungen, Krankenversicherungskarten) frühzeitig zu besorgen. Auch Notfallpläne könnten nötig sein, falls Schlüsselpersonen für Terminvereinbarungen freinehmen müssen. Langfristig könnte die Zusammenarbeit mit den Postämtern als Modell dienen, um die in Spanien berüchtigt zentralisierten Ausländerbehördenprozesse zu dezentralisieren. Bei Erfolg könnte dies den Weg ebnen, um künftig auch geschäftsbezogene Einwanderungsanträge – etwa für die Verlängerung der EU-Blauen Karte oder digitale Nomadenvisa – an den Schaltern einzureichen und so regionale Engpässe zu verringern.
Quelle: Euro Weekly News

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