
Der Weltgrenzsicherheitskongress 2026 endete am 16. April in Wien, doch die Organisatoren veröffentlichten ihr Abschlusskommuniqué erst am 20. April. Darin betonten sie die Notwendigkeit „intelligenter, interoperabler Technologien“ im Vorfeld des EU-Ein- und Ausreisesystems, das am 10. April in Betrieb ging. Fast 500 Delegierte aus 73 Ländern diskutierten über biometrische Kioske, KI-gestützte Risikobewertung und humanitäre Kontrolle bei der Inhaftierung im Rahmen von Grenzverfahren. Österreichische Vertreter nutzten die Plattform, um Pilotprojekte mit secunet-Selbstregistrierungskiosken vorzustellen, die bis nächstes Jahr Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen aller Drittstaatsangehörigen erfassen sollen. Anbieter aus Israel, Kanada und den USA präsentierten kontaktlose Gepäckscanner, die die durchschnittliche Abfertigungszeit um 20 Sekunden verkürzen könnten – ein entscheidender Faktor für den Plan des Flughafens Wien, Engpässe an den Schengen-E-Gates zu vermeiden. Für Führungskräfte im Bereich globale Mobilität ist die Botschaft klar: Das Reisen im Schengen-Raum wird 2026/27 ganz anders aussehen. Unternehmen sollten ihre Entsendungsrichtlinien anpassen, um die verpflichtende biometrische Erfassung bei der ersten Einreise zu berücksichtigen, und während der Umstellungsphase mehr Zeit für Grenzübertritte aus Nicht-Schengen-Nachbarländern nach Österreich einplanen. Beobachter aus der Zivilgesellschaft begrüßten das österreichische Versprechen, den nationalen Ombudsmann die Überwachung von Haftanstalten im Rahmen von Grenzverfahren zu ermöglichen – ein Schritt zur Einhaltung neuer EU-weiter Menschenrechtsstandards.
Quelle: World Border Security Congress
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