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Lange Warteschlangen am Flughafen Wien-Schwechat nach vollständiger Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems

Apr. 17, 2026
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Lange Warteschlangen am Flughafen Wien-Schwechat nach vollständiger Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems
Kaum eine Woche nachdem Österreich am 10. April 2026 das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union an allen Außengrenzen aktiviert hat, gerät der Flughafen Wien-Schwechat bei der ersten großen Urlaubsspitze an seine Grenzen. Reisende aus den USA, Großbritannien und anderen visumfreien Drittstaaten berichten von Wartezeiten von bis zu drei Stunden für die erstmalige biometrische Erfassung, die den herkömmlichen Passstempel ersetzt. Die Flughafenleitung gibt an, dass die Erstregistrierung im Durchschnitt vier Minuten pro Person dauert – deutlich über dem EU-Ziel von 70 Sekunden – da viele Passagiere nicht auf die gleichzeitige Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern vorbereitet sind. Fluggesellschaften mussten bereits Anschlussreisende ausladen, die noch in den Kontrollschlangen festsaßen, als das Boarding geschlossen wurde; Geschäftsreisemanager leiten vorübergehend Führungskräfte über München oder Zürich um, bis sich die Abfertigung verbessert. Als Reaktion hat das Innenministerium sechzig zusätzliche Grenzpolizisten an den Flughäfen Wien und Salzburg eingesetzt und testet eine Fast-Track-Spur für Kurzzeit-Geschäftsreisende mit anerkannten Trusted-Traveller-Karten. Behörden betonen, dass die Verzögerungen mit zunehmender Anzahl an Vielfliegern, die ihre einmalige Registrierung abschließen, und mit der vollständigen Inbetriebnahme der Selbstbedienungskioske im nächsten Monat abnehmen werden, räumen aber ein, dass der Osteransturm eine kurzfristige Kapazitätslücke offenbart hat. Für multinationale Unternehmen, die Wien als Drehkreuz für Mittel- und Osteuropa nutzen, ist die Störung mehr als nur ein Ärgernis: Verpasste Anschlussflüge wirken sich auf enge Terminpläne aus, während die Tagespauschalen steigen, da Reisende übernachten müssen. Mobilitätsmanager raten Mitarbeitern, mindestens 90 Minuten mehr für den Check-in einzuplanen, einen ausgedruckten Nachweis der Weiterreise für Nachkontrollen mitzuführen und die Vorausmeldung der Passagierdaten genau zu machen, um zusätzliche manuelle Bearbeitung zu vermeiden. Langfristig sieht Österreich im EES ein zentrales Instrument, um das Vertrauen in die Sicherheit der Schengen-Außengrenzen wiederherzustellen und den Weg für die verzögerte elektronische Reisegenehmigung ETIAS Ende 2026 zu ebnen. Die Herausforderung wird sein, die versprochenen Effizienzgewinne schnell genug umzusetzen, um zu verhindern, dass Wiens Ruf als praktisches Geschäftsdrehkreuz dauerhaft Schaden nimmt.
Quelle: Travel and Tour World

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