
Indiens Innenministerium hat sein e-Visa-Programm stillschweigend auf 14 weitere Seehäfen ausgeweitet, womit die Gesamtzahl der zugelassenen Einreisepunkte (ICPs) für e-Visa-Inhaber auf 114 an Flughäfen, Landgrenzen und Seehäfen steigt. Die neu hinzugefügten Häfen in Gujarat, Tamil Nadu, Andhra Pradesh und Odisha gingen am 19. März 2026 in Betrieb, wurden jedoch erst am 23. April öffentlich bekanntgegeben. Diese Erweiterung ist ein Gewinn für Indiens wachsenden Kreuzfahrttourismus sowie für Geschäftsreisende, die mit Projekt- oder Spezialfrachtschiffen ankommen. Bisher waren e-Visa-Inhaber bei der Einreise per Schiff auf große Häfen wie Mumbai und Cochin beschränkt; Passagiere, die in kleineren Handelshäfen an Land gingen, mussten zuvor ein herkömmliches Visum in Form eines Aufklebers beantragen. Reiseveranstalter betonen, dass die Erweiterung besonders Energie-, Infrastruktur- und Schifffahrtsunternehmen zugutekommt, die Crews zwischen Golf-Versorgungsbasen und indischen Werften verlegen. Technisch erforderte die Umstellung die Integration der Hafen-Einwanderungsschalter mit der nationalen FRRO-Datenbank sowie die Nutzung biometrischer Erfassungsgeräte, die bereits an Flughäfen Standard sind. Die Hafenbehörden haben spezielle e-Visa-Kioske und Beschilderungen installiert, um Kreuzfahrtreisende von lokalen Hafenarbeitern zu trennen und Warteschlangen-Konflikte zu minimieren. Für globale Mobilitätsteams ist die Botschaft klar: Indien setzt verstärkt auf eine digitale Visa-Strategie. Mit der nun fünf Unterkategorien umfassenden Gültigkeit des e-Visums – darunter Geschäfts- und medizinische Reisen – können Personalabteilungen auf physische Konsulatsbesuche verzichten, außer bei langfristigen Arbeitserlaubnissen.
Quelle: TravelTrade Today
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