Italienisches Parlament verabschiedet Sicherheitsdekret, während Kabinett umstrittenen Rückführungsbonus für Migranten anpasst
ITA Airways verlängert Aussetzung der Flüge nach Tel Aviv, Riad und Dubai bis zum 31. Mai
Feiertag zum Tag der Befreiung sorgt für starken Wochenendverkehr; Polizei verhängt Lkw-Fahrverbot, aber keine „Rote Alarm“-Warnung
Neueste Nachrichten
Italiens Luftfahrtbranche fordert Innenministerium auf, Schalter für Ein- und Ausreisesystem nach dreistündigen Grenzwartezeiten zu ermöglichen
Flughafen- und Fluggesellschaftsverbände haben am 23. April einen gemeinsamen Brief an Innenminister Piantedosi geschickt und fordern die Befugnis, das biometrische EU-Ein- und Ausreisesystem auszusetzen, wenn die Warteschlangen die Sicherheitsgrenzen überschreiten. Sie warnen, dass Wartezeiten von bis zu drei Stunden vor dem Urlaubsansturm zu einem operativen Zusammenbruch führen könnten und die Fluggesellschaften mit hohen Entschädigungskosten konfrontieren könnten. Geschäftsreisenden wird empfohlen, mehr Zeit einzuplanen und italienische Aufenthaltstitel mitzuführen.
Bericht zeigt: Nur 8 % der ausländischen Arbeitskräfte erhalten Genehmigungen im Rahmen des ausgeweiteten „Decreto Flussi“ Italiens
Neue Zahlen vom 23. April zeigen, dass weniger als einer von zwölf ausländischen Arbeitskräften, die im Rahmen des „decreto flussi“ 2025 eine Quote erhalten haben, tatsächlich eine Aufenthaltserlaubnis bekommen haben. In einigen Provinzen wurde kaum eine einzige Genehmigung ausgestellt. Der bürokratische Engpass führt zu Arbeitskräftemangel in den Branchen und drängt Migranten in eine illegale Situation, was Forderungen nach einer dringenden Reform des Verfahrens laut werden lässt.
Europäischer Generalanwalt unterstützt Italien-Albanien-Abkommen zur Migrantenverarbeitung und ebnet Weg für Rückführungszentren im Ausland
Generalanwalt Nicholas Emiliou erklärte am 23. April vor dem Gerichtshof der EU, dass das Protokoll Italiens zur Einrichtung von Rückführungszentren für Migranten in Albanien mit dem EU-Recht vereinbar ist, sofern die Verfahrensgarantien eingehalten werden. Die nicht verbindliche Stellungnahme erhöht die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass das Offshore-Modell voranschreitet, unterstützt Roms Bestreben, Rückführungen zu beschleunigen, und entlastet die italienischen Einrichtungen.
Parlament verabschiedet Sicherheitsdekret, verspricht jedoch „Decreto bis“ zur Abschwächung der 615-Euro-Anwaltspauschale für freiwillige Rückkehr
Die Kammer verabschiedete am 23. April das Sicherheitsdekret, doch die Regierung kündigte innerhalb von 48 Stunden ein zweites Dekret an, um die Klausel zu überarbeiten, die Anwälten 615 € für die Organisation der freiwilligen Rückkehr von Migranten zahlt – nach Kritik von Anwaltskammern, NGOs und dem Präsidialamt. Die Teams für Unternehmensmigration sollten auf das „decreto bis“ warten, bevor sie auf den neuen Anreiz setzen.
Mehr Flugsicherheit für Geschäftsreisen: ENAV unterzeichnet Tarifvertrag 2026-28 mit Fluglotsen
ENAV und FIT-CISL unterzeichneten am 23. April einen Dreijahresvertrag, der die Löhne anhebt und die Arbeitsregeln für 4.200 italienische Fluglotsen grundlegend überarbeitet. Die Vereinbarung verringert das Risiko von Streiks im Flugverkehrskontrollbereich sowie verspätungsbedingte Ausfälle durch Ermüdung und sorgt für mehr Planungssicherheit bei Geschäftsreisenden und Umzugsplanern.
Cuneo sticht als seltenes positives Beispiel im schleppenden Arbeitserlaubnissystem hervor und bearbeitet 83 % der Antragskontingente erfolgreich
Ein neuer Bericht der Zivilgesellschaft hebt Cuneo als eine der wenigen effizienten Präfekturen Italiens hervor, die 83 % der Arbeitserlaubnis-Anträge bearbeitet hat – im Vergleich zum nationalen Durchschnitt von unter 17 %. Während die lokale Taskforce als Vorbild dient, warnen Experten, dass die uneinheitliche Leistung in den Provinzen das gesamte Decreto-Flussi-Programm weiterhin schwächt.