
Nicht alle italienischen Provinzen sind durch den Stau bei Arbeitserlaubnissen gelähmt. Laut dem vierten jährlichen Bericht „Io Ero Straniero“, der am 23. April veröffentlicht wurde, hat die Präfektur von Cuneo 1.312 Nulla Osta (Vorabgenehmigungen) von insgesamt 1.583 bis Dezember 2025 eingereichten Anträgen bearbeitet – eine Bearbeitungsquote von 83 %, die zu den besten im Land zählt. Auch Verona, Ragusa und Lecce liegen mit über 60 % im oberen Bereich, während Mailand und Rom mit unter 10 % deutlich zurückbleiben. Verantwortliche in Cuneo führen den Erfolg auf eine nach dem Click-Day 2024 eingerichtete Task-Force, die gegenseitige Schulung von Einwanderungs- und Arbeitsinspektoren sowie ein Online-Terminvergabesystem zurück, das Ausfallquoten reduziert.
Der Bericht bezeichnet die nationale Lage dennoch als „Lotterie“, bei der das Ergebnis eher vom Wohnort als von der Qualifikation des Antragstellers abhängt. Wirtschaftsverbände kritisieren, dass diese Unterschiede Unternehmen zwingen, ihre Betriebe oder zumindest die Lohnbuchhaltung in Provinzen mit effizienteren Behörden zu verlagern. Das Beispiel Cuneo zeigt einen möglichen Weg: digitale Fallverfolgung, feste wöchentliche Kontingente für Aufenthaltsvertragsunterzeichnungen und Zusammenarbeit mit Konsulaten zur Beschleunigung der Visumerteilung. Wird dieses Modell übernommen, könnte es die Glaubwürdigkeit des Decreto Flussi retten – gerade jetzt, wo die Ministerien den nächsten Dreijahresplan diskutieren.
Für Personalverantwortliche lautet die Lehre, die Leistung der Provinzen vor der Standortwahl genau zu prüfen und die Einbindung der lokalen Behörden in die Projektplanung zu integrieren. Migrationsexperten warnen jedoch, dass Cuneos Erfolg auf außergewöhnlich hoher Personalstärke beruht, die durch EU-Mittel finanziert wird, die 2027 auslaufen. Ohne einen nationalen Einstellungsplan könnte das heutige Vorzeigeamt morgen schon wieder mit Rückständen kämpfen – ein Beleg dafür, dass Einzelerfolge keine systemische Reform ersetzen.
Der Bericht bezeichnet die nationale Lage dennoch als „Lotterie“, bei der das Ergebnis eher vom Wohnort als von der Qualifikation des Antragstellers abhängt. Wirtschaftsverbände kritisieren, dass diese Unterschiede Unternehmen zwingen, ihre Betriebe oder zumindest die Lohnbuchhaltung in Provinzen mit effizienteren Behörden zu verlagern. Das Beispiel Cuneo zeigt einen möglichen Weg: digitale Fallverfolgung, feste wöchentliche Kontingente für Aufenthaltsvertragsunterzeichnungen und Zusammenarbeit mit Konsulaten zur Beschleunigung der Visumerteilung. Wird dieses Modell übernommen, könnte es die Glaubwürdigkeit des Decreto Flussi retten – gerade jetzt, wo die Ministerien den nächsten Dreijahresplan diskutieren.
Für Personalverantwortliche lautet die Lehre, die Leistung der Provinzen vor der Standortwahl genau zu prüfen und die Einbindung der lokalen Behörden in die Projektplanung zu integrieren. Migrationsexperten warnen jedoch, dass Cuneos Erfolg auf außergewöhnlich hoher Personalstärke beruht, die durch EU-Mittel finanziert wird, die 2027 auslaufen. Ohne einen nationalen Einstellungsplan könnte das heutige Vorzeigeamt morgen schon wieder mit Rückständen kämpfen – ein Beleg dafür, dass Einzelerfolge keine systemische Reform ersetzen.
Quelle: Targatocn
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