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Österreichs Mobilitätsbilanz im ersten Quartal: Abschiebungen und freiwillige Ausreisen übersteigen 3.500 – deutlich mehr als neue Asylanträge

Apr. 27, 2026
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Österreichs Mobilitätsbilanz im ersten Quartal: Abschiebungen und freiwillige Ausreisen übersteigen 3.500 – deutlich mehr als neue Asylanträge
Eine separate Auswertung, veröffentlicht von Salzburg24, zeichnet ein noch deutlicheres Bild der Ausreisepressuren. Zwischen Januar und März 2026 verzeichneten die österreichischen Behörden 3.575 Ausreisen – davon 1.882 durch Zwangsmaßnahmen und 1.693 über Unterstützungs- oder rein freiwillige Rückkehrprogramme. Im gleichen Zeitraum wurden nur 1.086 neue Asylanträge gestellt. Die Zahlen bestätigen eine politische Wende, die Ende 2025 begann, als Innenminister Gerhard Karner die Einwanderungspolizei anwies, Abschiebungen zu priorisieren, um die Glaubwürdigkeit des Asylsystems „wiederherzustellen“. Beamte erklären, dass die Strategie abschreckend wirkt: Antragsteller, die wissen, dass ihr Status schnell widerrufen werden kann, überlegen es sich zweimal, bevor sie aus anderen EU-Staaten nach Österreich weiterreisen. Die Herkunftsländer-Daten zeigen erneut große Unterschiede. Rumänen, Slowaken und Ungarn führen die Liste der EU-Bürger an, die nach wiederholten Verwaltungsverstößen Einreiseverbote erhielten, während die meisten ukrainischen Kriegsflüchtlinge weiterhin unter die EU-weite Richtlinie zum vorübergehenden Schutz fallen. Für Manager globaler Mobilität ist die Botschaft klar: Jeder Mitarbeiter, der nach Österreich entsandt wird und sein Aufenthaltsrecht verliert, muss mit schnellen Vollzugsmaßnahmen rechnen. Unternehmen sollten den Status ihrer Mitarbeiter in Echtzeit überwachen, bei Bedarf Beratungen zur freiwilligen Rückkehr anbieten und Kosten für Umzug oder Versetzung einplanen. Anwaltskanzleien erwarten eine Zunahme von Berufungen, da betroffene Arbeitnehmer Widerrufsentscheidungen anfechten, weisen jedoch darauf hin, dass die beschleunigten Asylverfahren nach dem überarbeiteten Asylgesetz Österreichs wenig Spielraum für rechtliche Manöver lassen.
Quelle: Salzburg24

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