
Die Lufthansa Group hat die Wiederaufnahme ihrer Flüge nach Tel Aviv und Dubai laut einer am 28. April von Reuters veröffentlichten Faktensammlung auf frühestens den 31. Mai verschoben. Diese Entscheidung betrifft neben Lufthansa auch Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Edelweiss. Flüge nach Abu Dhabi, Amman, Beirut und mehreren weiteren Golf-Drehkreuzen bleiben bis mindestens 24. Oktober ausgesetzt. Für Reisende aus Wien bedeutet die Verlängerung den Wegfall zweier wichtiger Langstreckenverbindungen zu Beginn der österreichischen Sommerferien. Geschäftsreisende nach Israel oder in die VAE müssen über alternative Drehkreuze wie Istanbul oder Athen fliegen, was die Reisezeit von Tür zu Tür erheblich verlängern kann. Reisebüros berichten, dass die Economy-Tarife bei Turkish Airlines und Aegean bereits um 18 bis 25 Prozent im Wochenvergleich gestiegen sind. Auch die Frachtbranche ist betroffen: Die ausgesetzten Routen transportieren normalerweise hochwertige Pharmazeutika und Elektronik aus österreichischer Produktion. Spediteure melden, dass die Kapazitäten im Frachtraum von Wien in den Nahen Osten im Vergleich zu April 2025 um fast 40 Prozent gesunken sind, was den Transport auf langsamere Straßen- und Seeverbindungen über Hamburg und Koper zwingt. Risikomanager sollten mobile Mitarbeiter daran erinnern, dass viele Fluggesellschaften trotz umfangreicher Umleitungen weiterhin den Luftraum über Irak und Iran nutzen; Mitarbeiter, die die Region durchqueren, sollten ihre Versicherung für Kriegsrisikozonen überprüfen und ihre Reiserouten bei den Sicherheitsteams des Unternehmens registrieren. Austrian Airlines bietet für Tickets, die vor dem 15. April ausgestellt wurden und bis zum 31. Mai gültig sind, kostenlose Umbuchungen oder Rückerstattungen an.
Quelle: Reuters via Internazionale