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Deutschsprachige Innenminister planen Offshore-Zentren für Asylverfahren und Rückführungen

Apr. 29, 2026
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Deutschsprachige Innenminister planen Offshore-Zentren für Asylverfahren und Rückführungen
Bei einem Treffen in Luxemburg am 27. und 28. April einigten sich die Innenminister von Österreich, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Griechenland – die selbsternannte „Umsetzungsgruppe“ des EU-Migrations- und Asylpakts – auf eine Roadmap zur Erprobung von Asylprüf- und Rückführungszentren in Drittstaaten. Der österreichische Innenminister Gerhard Karner erklärte, das Ziel sei, Europa „sicher und widerstandsfähig“ zu machen, indem bestimmte Verfahren ausgelagert und Abschiebungen von Personen ohne Aufenthaltsrecht beschleunigt werden. Konkrete Gastgeberländer wurden nicht genannt, doch die Delegierten bestätigten, dass Gespräche mit mehreren nordafrikanischen und Balkanländern laufen. Die Zentren sollen sowohl Antragsteller aufnehmen, die auf dem Weg in die EU abgefangen werden, als auch Migranten, gegen die bereits endgültige Abschiebebescheide vorliegen, deren Rückführung in das Herkunftsland jedoch unmöglich ist. Das Vorhaben soll durch EU-Mittel und Unterstützung von Frontex finanziert werden. Für Mobility-Manager in Unternehmen könnte die Aussicht auf eine Offshore-Bearbeitung die Risikolage für kurzfristige Entsendungen in Transit-Hubs wie Tunis oder Skopje verändern. Arbeitgeber sollten die Haftungsregeln der Beförderer im Blick behalten und sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter beim Grenzübertritt innerhalb des Schengen-Raums einen Nachweis über ihren legalen Aufenthaltsstatus mitführen, da bei hochrangigen Durchsetzungsinitiativen häufig verstärkte Kontrollen stattfinden. Die Minister verpflichteten sich zudem zu einer intensiveren polizeilichen Zusammenarbeit gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel, einschließlich eines Echtzeit-Datenaustauschs über Europol. Dies könnte zu verstärkten Kontrollen von Fracht und Fahrzeugen an den österreichischen Grenzen zu Slowakei, Ungarn und Slowenien führen – Kontrollen, die bereits bis mindestens 15. Juni 2026 verlängert wurden. Logistikunternehmen warnen, dass „intensivierte flexible Kontrollmaßnahmen“ pro Grenzübertritt 20 bis 30 Minuten Verzögerung verursachen können.
Quelle: APA-OTS

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