
Das österreichische Innenministerium hat die Einwanderungskontrollstatistiken für das erste Quartal 2026 veröffentlicht – und die Zahlen sorgen bereits für Diskussionen. Zwischen dem 1. Januar und dem 31. März verließen insgesamt 3.575 Nicht-Staatsbürger das Land, entweder durch Abschiebung (1.882 Personen) oder staatlich unterstützte freiwillige Rückkehr (1.693 Personen). Im Vergleich dazu wurden im gleichen Zeitraum nur 1.074 neue Asylanträge gestellt.
Die Daten zeigen eine Veränderung im Profil der Rückkehrer: Osteuropäische EU-Bürger – vor allem Slowaken, Ungarn und Rumänen – machten den Großteil der zwangsweisen Ausreisen aus, viele davon verbunden mit gleichzeitigen Aufenthaltsverboten. Bei Drittstaatsangehörigen standen serbische Staatsbürger an der Spitze der Abschiebehaftanordnungen, während Syrer am häufigsten von der Aberkennung des Asylstatus betroffen waren: 502 Syrer verloren im Quartal sowohl Asyl als auch subsidiären Schutz.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wertet die Zahlen als Beleg für die Wirksamkeit der „konsequenten Abschiebepolitik“ der Regierung und betont, dass durchschnittlich 40 Personen täglich Österreich verlassen. Berater im Bereich Arbeitsmigration weisen jedoch darauf hin, dass großflächige Statusaufhebungen auch Nebenwirkungen für Arbeitgeber haben können, die auf geduldete oder humanitäre Status angewiesene Mitarbeiter setzen. Personalabteilungen werden daher dringend aufgefordert, die Aufenthaltsgenehmigungen und Reisepläne ihrer Beschäftigten zu überprüfen, insbesondere bei jenen, deren Status von laufenden Berufungsverfahren abhängt.
Für multinationale Unternehmen liegt die unmittelbare operative Herausforderung in der Mobilitätsplanung. Wiener Relocation-Firmen berichten von einem Anstieg an Notfallanfragen aus regionalen Hauptquartieren, die Klarheit über Abschieberisiken bei kurzfristigen Einsätzen über die 90/180-Tage-Schengenregel hinaus suchen. Logistikunternehmen, die Personal entlang des Donauraums transportieren, beklagen zudem, dass verstärkte Polizeikontrollen im Hinterland – eingeführt im Zuge der Abschiebemaßnahmen – die Just-in-Time-Lieferungen um bis zu 25 Minuten verzögern.
Obwohl das Ministerium betont, dass humanitäre Ausnahmen weiterhin gelten, kritisieren NGOs, dass die Zahlen die wachsende rechtliche Unsicherheit für Schutzberechtigte und ihre Familien verschleiern. Angesichts der zunehmenden Lücken am EU-Arbeitsmarkt werden Mobilitätsmanager in Unternehmen genau beobachten, ob die härtere Linie Talente davon abhält, Österreich als Einsatzort zu wählen.
Die Daten zeigen eine Veränderung im Profil der Rückkehrer: Osteuropäische EU-Bürger – vor allem Slowaken, Ungarn und Rumänen – machten den Großteil der zwangsweisen Ausreisen aus, viele davon verbunden mit gleichzeitigen Aufenthaltsverboten. Bei Drittstaatsangehörigen standen serbische Staatsbürger an der Spitze der Abschiebehaftanordnungen, während Syrer am häufigsten von der Aberkennung des Asylstatus betroffen waren: 502 Syrer verloren im Quartal sowohl Asyl als auch subsidiären Schutz.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wertet die Zahlen als Beleg für die Wirksamkeit der „konsequenten Abschiebepolitik“ der Regierung und betont, dass durchschnittlich 40 Personen täglich Österreich verlassen. Berater im Bereich Arbeitsmigration weisen jedoch darauf hin, dass großflächige Statusaufhebungen auch Nebenwirkungen für Arbeitgeber haben können, die auf geduldete oder humanitäre Status angewiesene Mitarbeiter setzen. Personalabteilungen werden daher dringend aufgefordert, die Aufenthaltsgenehmigungen und Reisepläne ihrer Beschäftigten zu überprüfen, insbesondere bei jenen, deren Status von laufenden Berufungsverfahren abhängt.
Für multinationale Unternehmen liegt die unmittelbare operative Herausforderung in der Mobilitätsplanung. Wiener Relocation-Firmen berichten von einem Anstieg an Notfallanfragen aus regionalen Hauptquartieren, die Klarheit über Abschieberisiken bei kurzfristigen Einsätzen über die 90/180-Tage-Schengenregel hinaus suchen. Logistikunternehmen, die Personal entlang des Donauraums transportieren, beklagen zudem, dass verstärkte Polizeikontrollen im Hinterland – eingeführt im Zuge der Abschiebemaßnahmen – die Just-in-Time-Lieferungen um bis zu 25 Minuten verzögern.
Obwohl das Ministerium betont, dass humanitäre Ausnahmen weiterhin gelten, kritisieren NGOs, dass die Zahlen die wachsende rechtliche Unsicherheit für Schutzberechtigte und ihre Familien verschleiern. Angesichts der zunehmenden Lücken am EU-Arbeitsmarkt werden Mobilitätsmanager in Unternehmen genau beobachten, ob die härtere Linie Talente davon abhält, Österreich als Einsatzort zu wählen.
Quelle: Vienna.at