
Die Passagierzahlen am Flughafen Brüssel erreichten im März 2026 laut Angaben der Flughafenbehörde vom 27. April 1.767.797. Das Drehkreuz führt das Wachstum vor allem auf einen Anstieg der Umsteigepassagiere zurück, was auf ein erneuertes Vertrauen der Netzwerkfluggesellschaften hinweist, die Brüssel als Mini-Drehkreuz zwischen Kurzstreckenflügen in Europa und Langstreckenverbindungen nach Nordamerika, Afrika und Asien nutzen. Obwohl keine Jahresvergleiche angegeben wurden, stellen Branchenanalysten fest, dass das Verkehrsaufkommen im März nur etwa 5 % unter dem Niveau von 2019 vor der Pandemie liegt. Diese Entwicklung ist ermutigend für Fluggesellschaften wie Brussels Airlines, United, Emirates und Qatar Airways, die auf Zubringerverkehr angewiesen sind, um ihre Großraumflugzeuge zu füllen. Ein gesunder Anteil an Umsteigepassagieren unterstützt zudem die Nebeneinnahmen in Duty-Free-Shops sowie Gastronomiebetrieben, die im letzten Quartal zweistellig gewachsen sind. Für internationale Entsandte und Geschäftsreisende hat der Anstieg zwei Folgen: Erstens werden die Auslastungen enger, was die Verfügbarkeit von Last-Minute-Sitzen auf wichtigen Strecken zu Banken und EU-Institutionen verringert. Zweitens kann ein stärker frequentierter Umsteigebereich die Gepäckabfertigung belasten – ein Problem, das im vergangenen Sommer zu erheblichen Verzögerungen führte. Der Flughafen beschleunigt derzeit ein 70-Millionen-Euro-Projekt zur Modernisierung der Gepäcksortieranlage, das jedoch erst 2027 vollständig einsatzbereit sein wird. Reiseverantwortliche werden daher geraten, frühzeitig für die Hauptreisezeit im Sommer zu buchen und Reisende mit knappen Anschlusszeiten darauf hinzuweisen, möglichst durchgehende Check-in-Services zu nutzen. Unternehmen sollten zudem auf mögliche vorübergehende Flugplananpassungen achten, falls die Volatilität der Treibstoffpreise die Fluggesellschaften später im Jahr zu Frequenzkürzungen zwingt.
Quelle: RusTourism News