
Das Einwanderungsamt von Hongkong hat gemeinsam mit der Polizei und der Travel Industry Authority (TIA) eine stadtweite Aktion gestartet, um illegale Beschäftigung und unseriöse Reiseleiter vor den Feiertagen am 1. Mai auf dem Festland zu unterbinden. Zwischen dem 24. und 30. April durchsuchten Beamte Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und Baustellen und nahmen 18 mutmaßliche illegale Arbeiter fest – einige sollen gefälschte Ausweise benutzt haben – sowie vier Arbeitgeber. Parallel dazu wurden touristische Hotspots wie das West Kowloon Cultural District und der Wong Tai Sin Tempel auf nicht lizenzierte Reiseleiter kontrolliert. Die TIA verteilte Informationsblätter auf Hochchinesisch und Englisch, in denen Besucher aufgefordert werden, sicherzustellen, dass ihr Festland-Agent mit einem lizenzierten Hongkonger Anbieter zusammenarbeitet. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht akkreditierte Reiseleitung mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 HK$ und einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet wird. Die Aktion folgt auf Beschwerden legitimer Agenturen, wonach mit der Wiederöffnung der Grenzen Billig-"Schatten-Touren" wieder aufgetaucht sind, die lizenzierte Anbieter unterbieten und Touristen in Zwangseinkaufsfallen locken. Die Behörden kündigen rund um die Uhr Kontrollen bis zum 5. Mai an und planen weitere gemeinsame Einsätze mit dem Zoll für die Sommersaison. Für Arbeitgeber, die Personal verlegen, unterstreichen die Festnahmen die Bedeutung gültiger Arbeitserlaubnisse; die Beschäftigung von Ausländern mit Touristenvisum kann strafrechtlich verfolgt werden. Reiseveranstalter, die Incentive-Gruppen organisieren, sollten ausschließlich mit TIA-lizenzierten Guides zusammenarbeiten, um Haftungsrisiken gemäß dem Travel Industry Ordinance zu vermeiden. Anwaltskanzleien sehen die verstärkte Durchsetzung als Signal, dass die nachpandemische Nachsicht vorbei ist, und raten Unternehmen, ihre Lieferketten, insbesondere Subunternehmer im Gastronomie- und Veranstaltungsbereich, auf vollständige Einhaltung der Einwanderungsvorschriften zu überprüfen.
Quelle: The Standard
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