
Irland hat stillschweigend seine Visavorschriften mit dem Statutory Instrument 17 von 2026 aktualisiert, das am 29. April unterzeichnet wurde und nun in Kraft ist. Die Immigration Act 2004 (Visas) (Amendment) Order 2026 ändert den Anhang 2 der Visaverordnung von 2014 und erweitert die Gruppe der Inhaber diplomatischer Pässe, die bis zu 90 Tage ohne Visum nach Irland einreisen dürfen. Neu in der Visumfreiheit sind Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kolumbien, Georgien, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Peru, Katar und Serbien. Für multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in Dublin erleichtert dies kurzfristige offizielle Reisen hochrangiger Diplomaten aus aufstrebenden Märkten, in denen viele irische Firmen expandieren. Obwohl die Visumfreiheit nur für diplomatische Pässe gilt, koordinieren Mobilitätsteams in Unternehmen häufig Besuche von Botschaftspersonal zu Handelsförderungs- und Investitionsgesprächen – Aktivitäten, die nun keine vorherige Visumsbeantragung mehr erfordern. Im Gegenzug wird Moldawien in die Liste der Nationalitäten aufgenommen, die für Transitaufenthalte an den Flughäfen Dublin oder Shannon ein irisches Transitvisum benötigen. Reiseverantwortliche mit entsandten Mitarbeitern oder Auftragnehmern mit moldawischen Pässen sollten ihre Buchungssysteme umgehend aktualisieren; Fluggesellschaften sind verpflichtet, Passagiere ohne gültiges Transitvisum die Beförderung zu verweigern. Andere Kategorien, wie Kurzzeit-Business- oder Konferenzvisa, bleiben unverändert. Experten für Einwanderungsrecht erwarten, dass das Justizministerium im Laufe dieses Quartals eine konsolidierte Liste des „Visa-Waiver-Programms“ veröffentlicht. Unternehmen wird empfohlen, ihre internen Mobilitätsdatenbanken mit dem offiziellen irischen Gesetzesregister abzugleichen. Andernfalls könnten VIP-Gäste an der Grenze abgewiesen werden, was Geschäftsbeziehungen schädigen würde. Das Statutory Instrument ist Teil einer umfassenderen Überprüfung, die Irlands Visaregelungen an EU- und UK-Listen angleichen soll, dabei aber flexibel bleibt, um die wirtschaftliche Diplomatie zu unterstützen. Interessierte haben bis zum 31. Mai Zeit, Rückmeldungen zu weiteren geplanten Änderungen im Herbst 2026 einzureichen.
Wie VisaHQ helfen kann
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