
Der Flughafen Dublin (DUB) und Tourism Ireland starteten an diesem Wochenende in Xi’an eine gemeinsame Charmeoffensive, um die Insel Irland als natürliche Atlantikdrehscheibe für asiatische Fluggesellschaften auf dem Routes Asia 2026 Forum zu positionieren. Während dreier intensiver Tage traf sich die Team-Ireland-Delegation – bestehend aus Streckenentwicklungsmanagern des Flughafenbetreibers daa und Marktspezialisten von Tourism Ireland – mit über 40 Netzwerkplanern von Fluggesellschaften aus Festlandchina, Südostasien und dem Golf. Die Botschaft war klar: Dublin bietet bereits heute Direktverbindungen zu 185 Zielen, verfügt über zahlreiche freie Slots außerhalb der morgendlichen transatlantischen Spitzenzeiten und wird bald von der umstrittenen Passagierobergrenze von 32 Millionen befreit sein, sobald das Dublin Airport (Passenger Capacity) Bill 2026 im Oireachtas verabschiedet wird. Für Airlines bedeutet das garantierte Wachstumsmöglichkeiten; für die irische Wirtschaft verspricht es neue Besucherströme, erweiterte Frachtkapazitäten im Bauchraum und stärkt das Argument, EMEA-Standorte multinationaler Unternehmen eher in Dublin als in Konkurrenzzentren wie Amsterdam, Manchester oder Kopenhagen anzusiedeln. Tourism Ireland nutzte das Forum, um aktualisierte Nachfragedaten zu präsentieren: Allein der chinesische Markt könnte bis 2028 jährlich 125.000 Besucher generieren, wenn auch nur eine einzige dreimal wöchentliche Verbindung eingeführt wird. Den Delegierten wurde erläutert, dass ein Direktflug Xi’an–Dublin mindestens vier Stunden gegenüber den bisherigen Routen einsparen und chinesische Studierende direkt mit Irlands wachsendem Hochschulsektor verbinden würde, der im vergangenen Jahr über 6.500 Einschreibungen verzeichnete. Zudem wies die Agentur auf den Common Travel Area mit Großbritannien hin – was chinesischen Touristen die Kombination von Irland und Großbritannien mit nur einem Visum ermöglicht – und hob das kommende Schengen Entry/Exit System als Impulsgeber für asiatische Reiserouten hervor, die in Dublin beginnen oder enden. Für den Flughafen Dublin ist der Zeitpunkt entscheidend. Mit bereits 36,4 Millionen Passagieren – knapp unter dem Rekord vor der Pandemie – arbeitet daa mit Hochdruck daran, neue Langstreckenverbindungen zu sichern, bevor europäische Konkurrenzzentren ihre Asien-Kapazitäten ausbauen. Den potenziellen Airline-Partnern wurden Pier 5 vorgestellt, eine 950-Millionen-Euro-Erweiterung, die bis 2029 acht Code-F-Stellplätze für Airbus A350 und Boeing 777-300ER schaffen wird, sowie Fast-Track-Sicherheitskontrollen, die Mindestumsteigezeiten von 60 Minuten gewährleisten. Mobilitätsmanager in Unternehmen sollten die Verhandlungen genau verfolgen. Frühentschlossene Airlines dürften mit Marketingunterstützung, Startgebührenbefreiungen und attraktiven Betriebszeiten belohnt werden – Anreize, die sich in niedrigeren Tarifen oder neuen Frachtkapazitäten für irische Exporteure niederschlagen könnten. Arbeitgeber mit großem Asien-Pazifik-Fokus sollten Dublin bereits jetzt in ihre Reiseplanungen für 2027 aufnehmen, insbesondere sobald der Flughafen im Sommer seine überarbeiteten Koordinationsparameter veröffentlicht.
Quelle: Travel Extra
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