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Irland erweitert visumfreies Reisen mit Diplomatenpässen und verschärft Transitbestimmungen

Apr. 30, 2026
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Irland erweitert visumfreies Reisen mit Diplomatenpässen und verschärft Transitbestimmungen
Irland hat still und heimlich zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Visabestimmungen angepasst, indem es die Verordnung 17/2026 unterzeichnete – offiziell die Immigration Act 2004 (Visas) (Amendment) Order 2026. Die am 29. April veröffentlichte Verordnung verlängert sofort die 90-tägige visafreie Einreise für Inhaber diplomatischer Pässe aus zehn weiteren Staaten: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kolumbien, Georgien, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Peru, Katar und Serbien. Diplomaten dieser Länder können nun ohne vorherige Beantragung eines Kurzzeitvisums an Treffen, Verhandlungen oder Schulungen in Irland teilnehmen, was die Vorlaufzeiten um mehrere Wochen verkürzt und Last-Minute-Reisen zu multilateralen Veranstaltungen in Dublin erleichtert.

Gleichzeitig wird Moldawien in die Liste der Nationalitäten aufgenommen, die bei einem bloßen Flugzeugwechsel an den Flughäfen Dublin, Shannon oder Cork ein irisches Transitvisum benötigen. Die Bearbeitung eines Transitvisums dauert etwa zwei Wochen und kostet 25 €, weshalb Reiseplaner bei der Buchung günstiger Verbindungen über Irland sowohl Zeit als auch Kosten für moldawische Staatsbürger berücksichtigen müssen.

Irland erweitert visumfreies Reisen mit Diplomatenpässen und verschärft Transitbestimmungen


Obwohl die Änderung geringfügig erscheint, spiegelt sie die umfassendere Strategie des Justizministeriums wider, Irlands Politik für diplomatische Pässe an die EU-Partner anzupassen und gleichzeitig die Kontrolle über den regulären Kurzzeitverkehr streng zu halten. Die Befreiung von der Visapflicht für diplomatische Reisen beseitigt Hindernisse für den Staatsverkehr – ein Aspekt, der laut Behörden zunehmend an Bedeutung gewinnt, da Irland sich auf die Übernahme der rotierenden EU-Ratspräsidentschaft im Januar 2027 vorbereitet.

Für Unternehmen, die Regierungsdelegationen oder hochrangige Investoren aus den neu befreiten Staaten empfangen, bedeutet dies praktisch schnellere und einfachere Einladungsprozesse. Im Gegensatz dazu müssen Firmen, die moldawische Mitarbeiter oder Kunden über Irland reisen lassen, nun mehr Zeit und zusätzlichen Verwaltungsaufwand einplanen. Arbeitgeber sollten ihre internen Reisegenehmigungs-Checklisten aktualisieren und Reisebüros entsprechend informieren, um Abweisungen beim Boarding an den Abflughäfen zu vermeiden.
Quelle: European Migration Network Ireland

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