
Die Schweiz hat mit dem vollständigen Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union am 10. April 2026 in allen 29 Schengen-Staaten eine neue Ära im Grenzmanagement eingeläutet. Obwohl der klassische Passstempel über Nacht abgeschafft wurde, zeigen sich die praktischen Auswirkungen erst seit zwei Wochen, da Schweizer Grenzbeamte in Zürich, Genf und an wichtigen Landgrenzen nun vor der Einreise die EES-Datenbank abfragen. Das System erfasst bei der ersten Einreise das Gesichtsfoto und vier Fingerabdrücke eines Reisenden und dokumentiert jede weitere Ein- und Ausreise. Für die rund zwei Millionen Kurzzeit-Geschäftsreisenden in die Schweiz bedeutet das, dass die bisherige Methode, die 90/180-Tage-Regel anhand der Stempel im Pass zu überwachen, obsolet ist.
Migrationsanwälte berichten von einem Anstieg an Anfragen multinationaler Kunden, deren entsandte Mitarbeiter bereits mündliche Verwarnungen erhielten, nachdem das EES bei einer Nachkontrolle einen möglichen Überaufenthalt angezeigt hatte. Die Schweizer Behörden können nun schengenweit Einreiseverbote von bis zu drei Jahren bei wiederholten Verstößen verhängen. Mobility-Manager in Unternehmen werden dringend aufgefordert, ihre internen Reisetracking-Tools zu aktualisieren, EES-Abfragen in die Genehmigungsprozesse vor Reisen einzubauen und nicht-EU-Mitarbeiter daran zu erinnern, dass die Aufenthaltsdauer im gesamten Schengen-Raum – nicht nur in der Schweiz – nun in Echtzeit zählt.
Arbeitgeber sollten zudem ihre Datenschutzhinweise überprüfen, da die Speicherung biometrischer Daten im Ausland in Deutschland, Frankreich und Italien Fragen von Betriebsräten aufwerfen könnte. Mittelfristig erwarten die Behörden, dass sich die Abfertigungszeiten normalisieren, sobald die Reisenden im System registriert sind. Kurzfristig warnt der Flughafen Zürich jedoch vor Wartezeiten von 60 bis 90 Minuten zu Stoßzeiten, da das Personal noch mit Fingerabdruckscannern kämpft und Reisende sich an die neuen e-Gates gewöhnen müssen. Vielflieger aus Großbritannien und den USA – die 2025 zusammen 38 % aller Schweizer Geschäftsreisenden ausmachten – wird empfohlen, zusätzliche Pufferzeiten einzuplanen.
Der Wechsel von Stempeln zu unveränderlichen digitalen Aufzeichnungen bringt für Compliance-Teams mehr Transparenz, nimmt aber auch den Spielraum, kleinere Fehler unbemerkt zu lassen. Für global mobile Führungskräfte, die Genf als praktischen Dreh- und Angelpunkt für Kundentermine in ganz Europa nutzen, hat sich der Fehlerkorridor deutlich verringert.
Migrationsanwälte berichten von einem Anstieg an Anfragen multinationaler Kunden, deren entsandte Mitarbeiter bereits mündliche Verwarnungen erhielten, nachdem das EES bei einer Nachkontrolle einen möglichen Überaufenthalt angezeigt hatte. Die Schweizer Behörden können nun schengenweit Einreiseverbote von bis zu drei Jahren bei wiederholten Verstößen verhängen. Mobility-Manager in Unternehmen werden dringend aufgefordert, ihre internen Reisetracking-Tools zu aktualisieren, EES-Abfragen in die Genehmigungsprozesse vor Reisen einzubauen und nicht-EU-Mitarbeiter daran zu erinnern, dass die Aufenthaltsdauer im gesamten Schengen-Raum – nicht nur in der Schweiz – nun in Echtzeit zählt.
Arbeitgeber sollten zudem ihre Datenschutzhinweise überprüfen, da die Speicherung biometrischer Daten im Ausland in Deutschland, Frankreich und Italien Fragen von Betriebsräten aufwerfen könnte. Mittelfristig erwarten die Behörden, dass sich die Abfertigungszeiten normalisieren, sobald die Reisenden im System registriert sind. Kurzfristig warnt der Flughafen Zürich jedoch vor Wartezeiten von 60 bis 90 Minuten zu Stoßzeiten, da das Personal noch mit Fingerabdruckscannern kämpft und Reisende sich an die neuen e-Gates gewöhnen müssen. Vielflieger aus Großbritannien und den USA – die 2025 zusammen 38 % aller Schweizer Geschäftsreisenden ausmachten – wird empfohlen, zusätzliche Pufferzeiten einzuplanen.
Der Wechsel von Stempeln zu unveränderlichen digitalen Aufzeichnungen bringt für Compliance-Teams mehr Transparenz, nimmt aber auch den Spielraum, kleinere Fehler unbemerkt zu lassen. Für global mobile Führungskräfte, die Genf als praktischen Dreh- und Angelpunkt für Kundentermine in ganz Europa nutzen, hat sich der Fehlerkorridor deutlich verringert.
Quelle: Bär & Karrer (Legal Briefing)
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