
Geschäfts- und Freizeitreisende, die am Samstag, den 25. April, am Flughafen Zürich (ZRH) ankamen, mussten Wartezeiten von bis zu zweieinhalb Stunden in Kauf nehmen, nachdem das automatisierte Passkontrollsystem komplett ausgefallen war und die Grenzabfertigung nahezu zum Erliegen brachte. Laut dem ersten Zwischenbericht fiel gegen 16:00 Uhr Ortszeit gleichzeitig jedes e-Gate auf der Ankunftsebene aus, was das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sowie die Flughafenpolizei zwang, auf manuelle Kontrollen umzuschalten. Techniker des Systemanbieters konnten den Normalbetrieb kurz vor 18:00 Uhr wiederherstellen, doch bis dahin hatten Dutzende ankommende Flüge rund 7.000 Passagiere in überfüllte Korridore entlassen. Die Fluggesellschaften mussten zusätzliche ankommende Maschinen auf entfernten Parkpositionen halten, um eine Überfüllung der Einwanderungshalle zu vermeiden, und mehrere abendliche Abflüge verzögerten sich, da die Besatzungen in den Warteschlangen neben den regulären Passagieren festsaßen. Für Unternehmen, die auf enge Anschlusszeiten im wellenförmigen Hub-Zeitplan Zürichs angewiesen sind, war die Störung eine deutliche Erinnerung daran, dass automatisierte Grenztechnologie ohne vollständige Redundanz – wie sie im kommenden EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) vorgesehen ist – ein einzelner Schwachpunkt bleibt. Sobald das EES diesen Frühling im Schengen-Raum eingeführt wird, werden alle Drittstaatsangehörigen – einschließlich Geschäftsreisender – biometrisch automatisch überprüft; Schweizer Grenzbeamte betonen, dass der Ausfall am Samstag die Notwendigkeit paralleler manueller Kioske und zusätzlicher Einsatzkräfte unterstreicht. Unternehmen mit Mitarbeitenden, die über Zürich reisen, wird empfohlen, ihre Reisepläne in den kommenden Wochen großzügiger zu bemessen, während der Flughafen die Ursache des Softwareabsturzes untersucht und zusätzliches Personal für manuelle Ausweichverfahren schult. Reisende, die am biometrischen Fast-Track-Programm Swiss Pass teilnehmen, sollten bis zur Bestätigung der Systemstabilität weiterhin ihren physischen Reisepass mitführen, und Mobilitätsmanager könnten ihre Reise-Risikodienstleister informieren, damit Ankunftsüberwachungsgrenzen vorübergehend angepasst werden können.
Quelle: 20 Minuten via News Minimalist
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