
Ab dem 10. April, aber breit berichtet am 2. Mai 2026, haben europäische Flughäfen begonnen, den traditionellen Passstempel durch ein vollständig digitales Ein- und Ausreisesystem (EES) zu ersetzen. Inhaber brasilianischer Pässe – die weiterhin visafrei für Kurzaufenthalte bleiben – müssen sich nun bis zu 72 Stunden vor Abflug über die offizielle EU-Reise-App vorregistrieren, einen QR-Code erhalten und sich bei der Ankunft schnellen Fingerabdruck- und Gesichtserkennungsprüfungen unterziehen. Reisebüros bezeichnen das System als „Game-Changer“ für Vielflieger: Frühnutzer passieren die Grenzkontrolle in unter zwei Minuten, verglichen mit über 15 Minuten in der letzten Hochsaison. Die Registrierung ist kostenlos, doch wer den QR-Code nicht rechtzeitig vorweist, riskiert eine Nachkontrolle oder sogar die Verweigerung des Boardings, da einige Billigfluggesellschaften den Code bereits beim Check-in verlangen. Die Umstellung fällt in die Nebensaison Europas, was Fluggesellschaften und Grenzbeamten eine sanfte Einführung vor dem Anstieg im Juli ermöglicht. Einkäufer für Geschäftsreisen aus Brasilien sollten ihre Reisetracking-Tools aktualisieren, um den QR-Code-Status zu erfassen und Duty-of-Care-Warnungen anzupassen. Mobility-Manager, die Mitarbeiter zu EU-Hauptsitzprojekten entsenden, müssen sicherstellen, dass die Reisenden denselben Pass verwenden, mit dem sie sich registriert haben; Abweichungen machen den Code ungültig. Die Europäische Kommission betont, dass das EES ein Zwischenschritt zum ETIAS ist, der kostenpflichtigen Reisegenehmigung, die für Ende 2026 geplant ist. Die jetzt gesammelten Daten werden in dieses System einfließen, sodass das heutige nahtlose Erlebnis als Testlauf für das zukünftige Vorabgenehmigungsverfahren dient. Unterdessen digitalisiert Brasiliens Tourismusbehörde Embratur die Hotelgastdaten über die bundesweite Gov.br-Plattform, was auf eine landesweite Umstellung auf papierlose Reiseverwaltung hinweist. Parallel dazu hat der spanische Flughafenbetreiber Aena – der bereits 17 Regionalflughäfen in Brasilien betreibt – bestätigt, dass er den internationalen Flughafen Tom Jobim in Rio de Janeiro übernehmen wird. Dabei werden biometrische Boarding-Gates eingeführt, die mit den europäischen Standards harmonieren und Brasilien weiter in das entstehende globale Ökosystem des kontaktlosen Reisens integrieren.
Quelle: ParaibaOnline
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