
Am 30. April veröffentlichte das brasilianische Ministerium für Verwaltung und Innovation (MGI) im Diário Oficial da União die Portaria Conjunta 23, die Bürgern, die auf Sozial- oder Arbeitsleistungen angewiesen sind, eine Frist bis zum 31. Dezember 2026 für die verpflichtende biometrische Registrierung einräumt. Die Regelung ersetzt eine Vielzahl früherer Fristen – einige bereits im Mai 2026 – und etabliert die neue Carteira de Identidade Nacional (CIN) als das zentrale digitale Identitätsdokument des Landes.
Obwohl die Maßnahme vor allem die Anspruchsberechtigung für Sozialleistungen betrifft, hat sie weitreichende Auswirkungen auf die Mobilität. Die CIN nutzt dieselbe biometrische Datenbank wie der brasilianische Reisepass, der Führerschein und das Wählerverzeichnis. Das bedeutet, dass Einwohner, die einmal Fingerabdrücke und Gesichtserkennung erfassen lassen, später Reisepässe erneuern oder grenzüberschreitende Reisedokumente beantragen können, ohne erneut persönlich vorstellig werden zu müssen.
Laut Bundespolizei waren im vergangenen Jahr über 70 % der Passverzögerungen auf fehlende oder nicht übereinstimmende biometrische Daten zurückzuführen – ein operatives Problem, das durch die verlängerte Anmeldefrist vor dem erwarteten Anstieg der Passanträge vor der Fußball-WM 2027 behoben werden soll. Arbeitgeber, die Visa für ausländische Mitarbeiter sponsern, sollten beachten, dass Fingerabdrücke, die im Ausland für brasilianische Arbeitserlaubnisse erfasst wurden, nun automatisch in die CIN-Datenbank übernommen werden. Umgekehrt müssen brasilianische Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt werden, während ihres Heimaturlaubs über das gov.br-Portal einen biometrischen Termin buchen; wer die Frist 2026 verpasst, riskiert den Verlust künftiger Leistungsansprüche und erschwert die Ausstellung von Rentenübertragungsbescheinigungen, die für die Steuerangleichung notwendig sind.
Aus Datenschutzsicht betonte das MGI, dass die CIN auf derselben LGPD-konformen Architektur basiert wie die digitale Steuer-ID e-CPF der Receita Federal, mit durchgängiger Verschlüsselung und klaren Einwilligungsprotokollen. Integrationstests mit dem Programm „Embarque + Seguro“ der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde sind für das dritte Quartal 2026 geplant, was den Weg für die Akzeptanz des CIN-QR-Codes an automatischen Boarding-Gates in Inlandsflughäfen ebnet – ein weiterer kleiner, aber konkreter Schritt zu nahtlosem multimodalem Reisen in Südamerika.
Globale Mobility-Teams sollten ihre Ankunfts-Checklisten aktualisieren: Entsandte, die bereits biometrische Daten für brasilianische Reisepässe oder Wählerausweise besitzen, sind bis Januar 2028 „grandfathered“. Neuankömmlinge ohne brasilianischen biometrischen Datensatz müssen jedoch einen CIN-Termin parallel zur CPF-Registrierung sichern, um Unterbrechungen bei der Gehaltsabrechnung zu vermeiden.
Obwohl die Maßnahme vor allem die Anspruchsberechtigung für Sozialleistungen betrifft, hat sie weitreichende Auswirkungen auf die Mobilität. Die CIN nutzt dieselbe biometrische Datenbank wie der brasilianische Reisepass, der Führerschein und das Wählerverzeichnis. Das bedeutet, dass Einwohner, die einmal Fingerabdrücke und Gesichtserkennung erfassen lassen, später Reisepässe erneuern oder grenzüberschreitende Reisedokumente beantragen können, ohne erneut persönlich vorstellig werden zu müssen.
Laut Bundespolizei waren im vergangenen Jahr über 70 % der Passverzögerungen auf fehlende oder nicht übereinstimmende biometrische Daten zurückzuführen – ein operatives Problem, das durch die verlängerte Anmeldefrist vor dem erwarteten Anstieg der Passanträge vor der Fußball-WM 2027 behoben werden soll. Arbeitgeber, die Visa für ausländische Mitarbeiter sponsern, sollten beachten, dass Fingerabdrücke, die im Ausland für brasilianische Arbeitserlaubnisse erfasst wurden, nun automatisch in die CIN-Datenbank übernommen werden. Umgekehrt müssen brasilianische Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt werden, während ihres Heimaturlaubs über das gov.br-Portal einen biometrischen Termin buchen; wer die Frist 2026 verpasst, riskiert den Verlust künftiger Leistungsansprüche und erschwert die Ausstellung von Rentenübertragungsbescheinigungen, die für die Steuerangleichung notwendig sind.
Aus Datenschutzsicht betonte das MGI, dass die CIN auf derselben LGPD-konformen Architektur basiert wie die digitale Steuer-ID e-CPF der Receita Federal, mit durchgängiger Verschlüsselung und klaren Einwilligungsprotokollen. Integrationstests mit dem Programm „Embarque + Seguro“ der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde sind für das dritte Quartal 2026 geplant, was den Weg für die Akzeptanz des CIN-QR-Codes an automatischen Boarding-Gates in Inlandsflughäfen ebnet – ein weiterer kleiner, aber konkreter Schritt zu nahtlosem multimodalem Reisen in Südamerika.
Globale Mobility-Teams sollten ihre Ankunfts-Checklisten aktualisieren: Entsandte, die bereits biometrische Daten für brasilianische Reisepässe oder Wählerausweise besitzen, sind bis Januar 2028 „grandfathered“. Neuankömmlinge ohne brasilianischen biometrischen Datensatz müssen jedoch einen CIN-Termin parallel zur CPF-Registrierung sichern, um Unterbrechungen bei der Gehaltsabrechnung zu vermeiden.
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