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Neuer OBMigra-Bericht zählt über 2 Millionen ausländische Einwohner in Brasilien und weist auf Integrationslücken hin

Mai 3, 2026
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Neuer OBMigra-Bericht zählt über 2 Millionen ausländische Einwohner in Brasilien und weist auf Integrationslücken hin
Brasilien beherbergt laut dem 12. Jahresbericht des Observatório das Migrações Internacionais (OBMigra), der am 2. Mai 2026 in Brasília veröffentlicht und von den nationalen Medien aufgegriffen wurde, etwas mehr als 2 Millionen Ausländer aus 200 verschiedenen Ländern. Die Studie fasst Daten des Justizministeriums, Arbeitsregister und UN-Organisationen zusammen und bietet damit den bislang umfassendsten Überblick über Brasiliens Migranten-, Flüchtlings- und Asylbewerberpopulation. Die größte Gruppe stellen Venezolaner mit geschätzten 680.000 Einwohnern dar – viele davon Frauen und Kinder, die über Roraima im Rahmen des Bundesprogramms „Operação Acolhida“ eingereist sind. Es folgen Haitianer, Kubaner und Angolaner. Die formelle Arbeitsmarktteilnahme ist stark gestiegen: Die Zahl der Arbeitserlaubnisinhaber mit unterschriebenen Verträgen wuchs zwischen 2023 und 2025 um 54 % auf 415.000. Dennoch arbeiten 79 % der migrantischen Haushaltshilfen weiterhin informell, und Hochschulabsolventen nehmen aufgrund von Anerkennungsproblemen ihrer Diplome oft niedrigqualifizierte Jobs an. Der Bericht ist der erste, der mit Brasiliens neuer Nationaler Politik für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit (PNMRA), die Ende 2025 in Kraft trat, in Einklang steht. Er empfiehlt eine stärkere finanzielle Zusammenarbeit zwischen Bund, Bundesstaaten und Kommunen, eine schnellere Anerkennung von Diplomen sowie gezielte Portugiesisch-Sprachprogramme zur Verbesserung der sozioökonomischen Integration. Ohne diese Maßnahmen warnen die Verantwortlichen vor steigenden Risiken wie Arbeitsausbeutung und Schulabbrüchen, obwohl das Land nahezu Vollbeschäftigung verzeichnet. Für Arbeitgeber zeigen die Ergebnisse einen wachsenden Talentpool, betonen aber auch die Einhaltungspflichten. Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, müssen für ordnungsgemäße Visumsunterstützung, faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen sorgen; das Arbeitsministerium hat verstärkte Kontrollen in Branchen mit hohem Migrantenanteil angekündigt, etwa in der Fleischverarbeitung im Süden. Global Mobility Teams sollten beachten, dass die Regierung plant, den lange ruhenden Nationalen Einwanderungsrat wiederzubeleben, um die Umsetzung der Politik zu beschleunigen. Dies könnte auch die ausstehenden Regeländerungen zu digitalen Aufenthaltstiteln vorantreiben und Brasilien bei der Bearbeitungszeit von Arbeitserlaubnissen näher an den OECD-Durchschnitt bringen – eine gute Nachricht für multinationale Unternehmen, die auf schnelle Einsätze spezialisierter Fachkräfte angewiesen sind.
Quelle: Jovem Pan

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