
Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat am 30. April Briefe an die Regierungen aller 29 Schengen-Staaten – darunter auch Spanien – geschickt und fordert eine sofortige Aussetzung des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) bis nach dem Sommer. Die Airline berichtet von dreistündigen Warteschlangen an spanischen Flughäfen wie Palma de Mallorca, Málaga und Madrid-Barajas, die während der Oster-Hauptreisezeit dazu führten, dass Hunderte Passagiere ihre Flüge verpassten. Man befürchtet, dass das bevorstehende verlängerte Wochenende im Mai noch problematischer wird.
Das seit dem 10. April 2026 vollumfänglich eingesetzte EES ersetzt das bisherige Stempeln von Pässen durch biometrische Scans bei Nicht-EU-Reisenden. Obwohl das System eigentlich schnellere Grenzübertritte ermöglichen soll, wird die Einführung durch technische Probleme und einen Mangel an besetzten Terminals erschwert – besonders spürbar in Spanien, dem zweitwichtigsten Touristenziel Europas.
Ryanair argumentiert, dass eine Aussetzung des Systems bis zum 30. September „Chaos“ in der Hauptreisezeit verhindern und den Grenzbehörden Zeit geben würde, zusätzliche e-Gates zu installieren und Personal einzustellen. Das spanische Innenministerium prüft die Forderung, betont jedoch, dass das EES durch EU-Vorschriften vorgeschrieben ist und nur in Ausnahmefällen, etwa bei gravierenden Betriebsstörungen, ausgesetzt werden kann.
Dennoch bestätigt Madrid, dass der Flughafenbetreiber Aena 45 Millionen Euro bereitgestellt hat, um 500 zusätzliche Grenzpolizisten einzustellen und die Wartebereiche an den Flughäfen Barcelona-El Prat und Alicante diesen Sommer zu erweitern. Das Ministerium arbeitet zudem mit der britischen Grenzschutzbehörde an Pilotprojekten zur Vorab-Datenübermittlung, um britische Passagiere, die einen großen Anteil der Betroffenen ausmachen, schneller abzufertigen.
Reiseexperten raten Geschäftsreisenden mit Nicht-EU-Pässen, mindestens drei Stunden vor Abflug an spanischen Flughäfen einzutreffen und darauf zu achten, dass biometrische Daten beim ersten Grenzübertritt korrekt erfasst werden, um Wiederholungsverzögerungen zu vermeiden. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter auf mögliche Anschlussflugprobleme vorbereiten und ihre Fürsorgepflichten hinsichtlich Unterkunft und alternativer Routen überprüfen. Global-Mobility-Teams könnten zudem in Erwägung ziehen, Premium-Lanes an den Flughäfen Madrid und Barcelona zu buchen, wo Fast-Track-Pässe an den neuen EES-Terminals akzeptiert werden.
Auch wenn Ryanairs Forderung möglicherweise nicht durchkommt, erhöht der öffentliche Druck die politische Aufmerksamkeit auf die Umsetzung des EES. Die Europäische Kommission überwacht Spanien, Portugal und Griechenland hinsichtlich der Einhaltung von Wartezeitgrenzen und könnte vorübergehende Ausnahmen genehmigen, falls Verzögerungen die öffentliche Sicherheit gefährden. Unternehmen, die diesen Sommer Talente über spanische Drehkreuze bewegen, sollten daher mit kurzfristigen Verfahrensänderungen rechnen und zusätzliche Transitzeiten in ihre Reisepläne einbauen.
Das seit dem 10. April 2026 vollumfänglich eingesetzte EES ersetzt das bisherige Stempeln von Pässen durch biometrische Scans bei Nicht-EU-Reisenden. Obwohl das System eigentlich schnellere Grenzübertritte ermöglichen soll, wird die Einführung durch technische Probleme und einen Mangel an besetzten Terminals erschwert – besonders spürbar in Spanien, dem zweitwichtigsten Touristenziel Europas.
Ryanair argumentiert, dass eine Aussetzung des Systems bis zum 30. September „Chaos“ in der Hauptreisezeit verhindern und den Grenzbehörden Zeit geben würde, zusätzliche e-Gates zu installieren und Personal einzustellen. Das spanische Innenministerium prüft die Forderung, betont jedoch, dass das EES durch EU-Vorschriften vorgeschrieben ist und nur in Ausnahmefällen, etwa bei gravierenden Betriebsstörungen, ausgesetzt werden kann.
Dennoch bestätigt Madrid, dass der Flughafenbetreiber Aena 45 Millionen Euro bereitgestellt hat, um 500 zusätzliche Grenzpolizisten einzustellen und die Wartebereiche an den Flughäfen Barcelona-El Prat und Alicante diesen Sommer zu erweitern. Das Ministerium arbeitet zudem mit der britischen Grenzschutzbehörde an Pilotprojekten zur Vorab-Datenübermittlung, um britische Passagiere, die einen großen Anteil der Betroffenen ausmachen, schneller abzufertigen.
Reiseexperten raten Geschäftsreisenden mit Nicht-EU-Pässen, mindestens drei Stunden vor Abflug an spanischen Flughäfen einzutreffen und darauf zu achten, dass biometrische Daten beim ersten Grenzübertritt korrekt erfasst werden, um Wiederholungsverzögerungen zu vermeiden. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter auf mögliche Anschlussflugprobleme vorbereiten und ihre Fürsorgepflichten hinsichtlich Unterkunft und alternativer Routen überprüfen. Global-Mobility-Teams könnten zudem in Erwägung ziehen, Premium-Lanes an den Flughäfen Madrid und Barcelona zu buchen, wo Fast-Track-Pässe an den neuen EES-Terminals akzeptiert werden.
Auch wenn Ryanairs Forderung möglicherweise nicht durchkommt, erhöht der öffentliche Druck die politische Aufmerksamkeit auf die Umsetzung des EES. Die Europäische Kommission überwacht Spanien, Portugal und Griechenland hinsichtlich der Einhaltung von Wartezeitgrenzen und könnte vorübergehende Ausnahmen genehmigen, falls Verzögerungen die öffentliche Sicherheit gefährden. Unternehmen, die diesen Sommer Talente über spanische Drehkreuze bewegen, sollten daher mit kurzfristigen Verfahrensänderungen rechnen und zusätzliche Transitzeiten in ihre Reisepläne einbauen.
Quelle: ITV News
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