
Der Billigflieger-Riese Ryanair hat die spanische Regierung sowie die anderen 28 Schengen-Mitgliedstaaten aufgefordert, das Europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) bis September auszusetzen. In einem Schreiben warnt die Airline vor „stundenlangen Warteschlangen“, die bereits dazu führen, dass Passagiere ihre Flüge verpassen. Das biometrische System, das seit dem 10. April an allen spanischen Grenzen in Betrieb ist, ersetzt die herkömmlichen Passstempel durch Fingerabdruck- und Gesichtsscans für alle Nicht-EU-Besucher.
Laut Ryanair haben sich die Wartezeiten an den Flughäfen Malaga, Alicante, Lanzarote und Teneriffa Süd während der Spitzenankunftszeiten auf 60 bis 120 Minuten erhöht. Der spanische Flughafenbetreiber Aena hat stillschweigend das Personal angewiesen, Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Umgehung der Kioske zu erlauben, wenn die Wartezeit 25 Minuten überschreitet. Ryanair verweist auf Griechenland, dessen Regierung die vollständige Einführung des Systems bis nach dem Sommer verschoben hat, als Beleg dafür, dass EU-Vorschriften eine vorübergehende Aussetzung zulassen.
Neal McMahon, Chief Operations Officer von Ryanair, kritisiert, dass die Grenzbehörden „drei Jahre Vorlaufzeit“ hatten, aber den Personalbedarf, die Belastbarkeit des Netzwerks und das hohe Aufkommen britischer und US-amerikanischer Urlauber, die nun durch das System strömen, unterschätzt haben. Für Geschäftsreisende ist die Auswirkung sofort spürbar: Profile für Vielreisende müssen beim ersten Grenzübertritt nach dem 10. April persönlich angelegt werden, was bei einwandfrei funktionierenden Kiosken etwa 90 Sekunden pro Person dauert; technische Störungen verlängern diese Verzögerung erheblich.
Mobilitätsteams raten daher Führungskräften, an Abreisetagen zwei Stunden mehr Zeit einzuplanen und kleinere Regionalflughäfen zu bevorzugen, an denen der EES-Verkehr geringer ist. Madrid hat bislang nicht öffentlich auf Ryanairs Forderung reagiert, doch aus dem Innenministerium heißt es, dass während der Maifeiertage zusätzliches Personal der Policía Nacional an den Flughäfen Barcelona-El Prat und Madrid-Barajas eingesetzt wird. Ob dies ausreicht, um den Ruf Spaniens als wichtiges Sommerreiseziel zu schützen, bleibt abzuwarten.
Laut Ryanair haben sich die Wartezeiten an den Flughäfen Malaga, Alicante, Lanzarote und Teneriffa Süd während der Spitzenankunftszeiten auf 60 bis 120 Minuten erhöht. Der spanische Flughafenbetreiber Aena hat stillschweigend das Personal angewiesen, Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Umgehung der Kioske zu erlauben, wenn die Wartezeit 25 Minuten überschreitet. Ryanair verweist auf Griechenland, dessen Regierung die vollständige Einführung des Systems bis nach dem Sommer verschoben hat, als Beleg dafür, dass EU-Vorschriften eine vorübergehende Aussetzung zulassen.
Neal McMahon, Chief Operations Officer von Ryanair, kritisiert, dass die Grenzbehörden „drei Jahre Vorlaufzeit“ hatten, aber den Personalbedarf, die Belastbarkeit des Netzwerks und das hohe Aufkommen britischer und US-amerikanischer Urlauber, die nun durch das System strömen, unterschätzt haben. Für Geschäftsreisende ist die Auswirkung sofort spürbar: Profile für Vielreisende müssen beim ersten Grenzübertritt nach dem 10. April persönlich angelegt werden, was bei einwandfrei funktionierenden Kiosken etwa 90 Sekunden pro Person dauert; technische Störungen verlängern diese Verzögerung erheblich.
Mobilitätsteams raten daher Führungskräften, an Abreisetagen zwei Stunden mehr Zeit einzuplanen und kleinere Regionalflughäfen zu bevorzugen, an denen der EES-Verkehr geringer ist. Madrid hat bislang nicht öffentlich auf Ryanairs Forderung reagiert, doch aus dem Innenministerium heißt es, dass während der Maifeiertage zusätzliches Personal der Policía Nacional an den Flughäfen Barcelona-El Prat und Madrid-Barajas eingesetzt wird. Ob dies ausreicht, um den Ruf Spaniens als wichtiges Sommerreiseziel zu schützen, bleibt abzuwarten.
Quelle: The Olive Press
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