
Italienische Behörden verschärfen die Kontrolle bei der Schengen-Visumvergabe in Russland und haben die beiden Dienstleister, die die italienischen Visa-Zentren betreiben – VMS und AlmavivA – angewiesen, keine Anträge mehr von Reisebüros, Kurieren oder rechtlichen Vertretern anzunehmen. Ab dem 12. Mai 2026 muss jeder russische Antragsteller persönlich mit Reisepass und einem vorab gebuchten Termin erscheinen. Eine deutliche Warnung des italienischen Generalkonsulats in Moskau rät Reisenden, keinen Agenten zu vertrauen, die langfristige Visa garantieren, und erinnert daran, dass Zahlungen für solche Gefälligkeiten sowohl nach italienischem als auch russischem Recht strafbar sind.
Diese Notmaßnahme ist eine direkte Folge einer Ermittlung der Guardia di Finanza, die am 7. Mai in Rom zur Festnahme von Piergabriele Papadia de Bottini di Sant’Agnese, dem ehemaligen italienischen Botschafter in Usbekistan, führte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, 95 mehrjährige Schengen-Visa an Russen ausgestellt zu haben, die die Einreisevoraussetzungen nicht erfüllten, im Austausch für Zahlungen zwischen 4.000 und 16.000 Euro pro Visum. Drei Moskauer Reisebüros – Happy Travel, Visa4You und Park Lane – werden als Mittelsmänner genannt.
Für russische Reisende kommt die Verschärfung zur denkbar ungünstigsten Zeit: Die Termine in Moskau sind Berichten zufolge bis Ende Juni ausgebucht, und Antragsteller aus Regionen müssen mit Wartezeiten bis weit in den Juli rechnen. Der Branchenverband ATOR schätzt, dass der gesamte Prozess – von der Terminbuchung bis zur Rückgabe des Reisepasses – nun bis zu vier Monate dauern kann. Diese Verzögerungen treten nur wenige Wochen vor dem geplanten Start einer elektronischen Visumantragsplattform für russische Staatsbürger am 1. Juni in Italien auf, sodass die persönliche Vorsprache vorerst weiterhin entscheidend bleibt.
Aus einer breiteren Mobilitätsperspektive verdeutlicht dieser Vorfall die wachsenden Sicherheitsbedenken bei der Schengen-Visavergabe und den zunehmenden Druck auf die Konsulate der Mitgliedstaaten, Betrug zu verhindern. Italien gehört zu den drei wichtigsten Schengen-Visa-Ausstellern für russische Staatsbürger; jede Verfahrensänderung wirkt sich daher stark auf den Markt für Auslandsreisen und Geschäftsreisen aus.
Unternehmen mit russischen Kunden oder Mitarbeitern sollten längere Vorlaufzeiten einplanen, die Terminverfügbarkeiten täglich prüfen und Reisende darauf hinweisen, dass keine Zwischenhändler mehr Anträge einreichen dürfen. Praktische Tipps: Termine sofort buchen, sobald sie verfügbar sind, vollständige Unterlagen vorbereiten, um Mehrfachbesuche zu vermeiden, und bei Reiseplänen in der Hochsaison flexible Daten einplanen. Multinationale Unternehmen könnten zudem erwägen, dringende Reisen über Länder mit geringeren Terminrückständen abzuwickeln, wobei die persönliche Vorsprache in Russland nach dieser italienischen Regelung weiterhin überall Pflicht bleibt.
Diese Notmaßnahme ist eine direkte Folge einer Ermittlung der Guardia di Finanza, die am 7. Mai in Rom zur Festnahme von Piergabriele Papadia de Bottini di Sant’Agnese, dem ehemaligen italienischen Botschafter in Usbekistan, führte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, 95 mehrjährige Schengen-Visa an Russen ausgestellt zu haben, die die Einreisevoraussetzungen nicht erfüllten, im Austausch für Zahlungen zwischen 4.000 und 16.000 Euro pro Visum. Drei Moskauer Reisebüros – Happy Travel, Visa4You und Park Lane – werden als Mittelsmänner genannt.
Für russische Reisende kommt die Verschärfung zur denkbar ungünstigsten Zeit: Die Termine in Moskau sind Berichten zufolge bis Ende Juni ausgebucht, und Antragsteller aus Regionen müssen mit Wartezeiten bis weit in den Juli rechnen. Der Branchenverband ATOR schätzt, dass der gesamte Prozess – von der Terminbuchung bis zur Rückgabe des Reisepasses – nun bis zu vier Monate dauern kann. Diese Verzögerungen treten nur wenige Wochen vor dem geplanten Start einer elektronischen Visumantragsplattform für russische Staatsbürger am 1. Juni in Italien auf, sodass die persönliche Vorsprache vorerst weiterhin entscheidend bleibt.
Aus einer breiteren Mobilitätsperspektive verdeutlicht dieser Vorfall die wachsenden Sicherheitsbedenken bei der Schengen-Visavergabe und den zunehmenden Druck auf die Konsulate der Mitgliedstaaten, Betrug zu verhindern. Italien gehört zu den drei wichtigsten Schengen-Visa-Ausstellern für russische Staatsbürger; jede Verfahrensänderung wirkt sich daher stark auf den Markt für Auslandsreisen und Geschäftsreisen aus.
Unternehmen mit russischen Kunden oder Mitarbeitern sollten längere Vorlaufzeiten einplanen, die Terminverfügbarkeiten täglich prüfen und Reisende darauf hinweisen, dass keine Zwischenhändler mehr Anträge einreichen dürfen. Praktische Tipps: Termine sofort buchen, sobald sie verfügbar sind, vollständige Unterlagen vorbereiten, um Mehrfachbesuche zu vermeiden, und bei Reiseplänen in der Hochsaison flexible Daten einplanen. Multinationale Unternehmen könnten zudem erwägen, dringende Reisen über Länder mit geringeren Terminrückständen abzuwickeln, wobei die persönliche Vorsprache in Russland nach dieser italienischen Regelung weiterhin überall Pflicht bleibt.
Quelle: VisaVerge
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