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Spanien und Saudi-Arabien vereinbaren gegenseitige visumfreie Einreise für Diplomaten- und Dienstpässe

Mai 16, 2026
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Spanien und Saudi-Arabien vereinbaren gegenseitige visumfreie Einreise für Diplomaten- und Dienstpässe
Während des Besuchs von Außenminister Prinz Faisal bin Farhan in Madrid unterzeichneten Spanien und Saudi-Arabien eine gegenseitige Visafreiheit für Inhaber diplomatischer, besonderer und Dienstpässe und gründeten einen Strategischen Partnerschaftsrat, der sich jährlich trifft, um Projekte in den Bereichen Energie, Verteidigung, Tourismus und Technologie zu koordinieren. Die am 15. Mai 2026 unterzeichneten Abkommen zielen darauf ab, offizielle Reisen zu erleichtern und Spanien stärker in die Diversifizierungspläne des Golf-Kooperationsrats einzubinden.

Aus Mobilitätssicht entfällt für rund 5.000 saudische Beamte, die jährlich nach Spanien reisen, die Notwendigkeit eines Schengen-Visums im Voraus. Gleichzeitig erhalten spanische Diplomaten und technische Experten, die in das Königreich reisen, vergleichbare Privilegien. Obwohl normale Touristen weiterhin ein Visum benötigen, sehen Branchenexperten das Abkommen als Vorstufe für eine umfassendere Erleichterung, sobald die EU-GCC-Verhandlungen über Kurzzeitvisa wieder aufgenommen werden. Fluggesellschaften planen bereits zusätzliche Verbindungen auf den beliebten Strecken Madrid–Riad und Barcelona–Dschidda.

Spanien und Saudi-Arabien vereinbaren gegenseitige visumfreie Einreise für Diplomaten- und Dienstpässe


Für spanische Multinationale, die sich an Ausschreibungen im Rahmen der Saudi Vision 2030 beteiligen, reduziert die Visafreiheit den bürokratischen Aufwand für Teams und Servicetechniker, die häufig zwischen Projektstandorten und Hauptsitz pendeln. Mobilitätsmanager sollten ihre Reisegenehmigungsprozesse anpassen, um sicherzustellen, dass berechtigte Mitarbeiter Dienstpässe besitzen und die Einreisebestimmungen (90 Tage innerhalb von 180 Tagen auf spanischer Seite) kennen. Saudische Personalabteilungen, die Delegationen nach Spanien entsenden, müssen weiterhin Schengen-Überziehungen überwachen, da die Ausnahme die EU-Aufenthaltsregelungen nicht außer Kraft setzt.

Strategisch gewinnt Spanien damit einen Platz am Verhandlungstisch in Riad neben Großbritannien, China und Frankreich, was seine Chancen auf Verteidigungsverträge und Investitionen in erneuerbare Energien verbessert. Das Außenministerium betont, dass der Rat auch in den Bereichen Grenzsicherheitstechnologie und Informationsaustausch zusammenarbeiten wird – Felder, die künftig zu Compliance-Anforderungen für Unternehmen führen könnten, die sensible Daten oder Ausrüstung grenzüberschreitend transferieren.
Quelle: The Traveler

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