
Ein ausführlicher rechtlicher Leitfaden, veröffentlicht am 24. Mai von der auf Einwanderungsrecht spezialisierten Kanzlei Ribeiro Cavalcante Advocacia in São Paulo, räumt mit den Missverständnissen rund um Brasiliens schnell wachsendes Digitalnomaden-Programm (VITEM XI) auf. Der Beitrag führt Antragsteller Schritt für Schritt durch die für 2026 geltenden Kriterien der Nationalen Einwanderungsrats-Resolution 45/2021 und klärt Grauzonen, die seit Einführung des Visums 2022 viele Mobilitätsplaner frustriert haben. Wichtige Zulassungsvoraussetzungen sind (1) der Nachweis eines ausländischen Einkommens von mindestens 1.500 US-Dollar pro Monat **oder** Ersparnisse von 18.000 US-Dollar, (2) ein Vertrag mit einem ausländischen Arbeitgeber oder Kunden, (3) ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis der letzten fünf Jahre und (4) eine in Brasilien gültige Krankenversicherung. Entscheidend ist, dass Personen, die von einer brasilianischen Stelle bezahlt werden, weiterhin den herkömmlichen Arbeitsvisumsweg (VITEM V) nutzen müssen. Der Artikel erläutert die zwei Antragswege – über brasilianische Konsulate im Ausland oder das MigranteWeb-Portal der Bundespolizei für Statusänderungen im Land – und warnt, dass die Bearbeitung bis zu 120 Tage dauern kann, weshalb Überziehungsrisiken sorgfältig gemanagt werden müssen. Zudem wird die für 2026 angepasste CRNM-Gebühr von 204,77 R$ genannt, ein Muster-Checkliste für Dokumente sowie häufige Ablehnungsgründe werden bereitgestellt, was den Beitrag zur zentralen Anlaufstelle für globale Mobilitätsteams macht. Warum das wichtig ist: Brasilien hat sich still und leise zu einem der günstigsten G-20-Ziele für Remote-Arbeitende entwickelt, mit der niedrigsten Einkommensgrenze unter den Digitalnomaden-Visa des Blocks. Für Unternehmen, die „Work-from-anywhere“-Pilotprojekte durchführen, ermöglicht die Anleitung eine regelkonforme Verlagerung von Remote-Mitarbeitern, ohne brasilianisches Arbeitsrecht zu verletzen. Steuer- und Gehaltsverantwortliche werden jedoch daran erinnert, dass der 183-Tage-Präsenztest weiterhin eine brasilianische Steueransässigkeit begründen kann – auch unter VITEM XI. Die Veröffentlichung unterstreicht Brasiliens breitere Strategie zur Talentgewinnung – ergänzt durch neue Visabefreiungen für chinesische Staatsbürger und eine erweiterte E-Visum-Plattform – und deutet an, dass im Laufe des Jahres 2026 weitere Anpassungen folgen könnten, während Gesetzgeber über dauerhafte Aufenthaltsregelungen für Digitalnomaden debattieren.
Quelle: Ribeiro Cavalcante Advocacia